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Frau entdeckt in Ludwigsburg giftige Nosferatu-Spinne im Schlafzimmer

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Von: Nadja Pohr

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Die giftige Nosferatu-Spinne breitet sich in Baden-Württemberg aus. Nun wurde sie von einer Ludwigsburgerin in ihrem Schlafzimmer entdeckt. Die Frau reagierte cool - andere hätten zu drastischeren Maßnahmen gegriffen, wie sie auf Facebook schreiben.

Ludwigsburg - Arachnophobie nennt man die übermäßige Angst vor Spinnen im Fachjargon. Bei einigen Menschen ist sie so stark ausgeprägt, dass sie selbst beim kleinsten Krabbeltier panisch zu schreien beginnen. Andere wiederum fürchten sich lediglich vor größeren Spinnen.

In Deutschland hat man es häufig mit dem Weberknecht zu tun, der für den Mensch völlig ungefährlich ist. Jedoch breiten sich in Baden-Württemberg mittlerweile auch die giftige Ammen-Dornfinger-Spinne aus. Aber auch die Nosferatu-Spinne tauchte bereits im Südwesten auf - und dieser Anblick ist definitiv nichts für Menschen mit einer Phobie. Eine Frau in Ludwigsburg hat ein solches gruseliges Exemplar nun in ihrem Schlafzimmer entdeckt.

Frau fängt gefährliche Nosferatu-Spinne im Schlafzimmer - Sie dachte, es wäre eine gewöhnliche Spinne

Die Nosferatu-Spinne sieht allerdings nicht nur gruselig aus, sie ist auch sehr gefährlich. Das Tier jagt wie ein Vampir. Ihr Biss oder der bloße Kontakt mit ihr kann starke Schmerzen verursachen und sogar Atemprobleme hervorrufen. Die Frau aus Ludwigsburg erkannte die Bedrohung in ihrem Schlafzimmer zunächst nicht. Im Gegenteil: „Erst dachte ich mir nichts dabei und ging davon aus, dass es eine simple Hauswinkelspinne ist“, sagte sie der Stuttgarter Zeitung (StZ).

So sieht die Nosferatu-Spinne aus.
So sieht die Nosferatu-Spinne aus. © Robert Pfeifle/dpa

Die Frau wollte die Spinne aus ihrem Haus mithilfe eines Stücks Pappe und einem Glas aus dem Haus befördern. Diese flüchtete darauf erstmal quer übers Bett. Schließlich gelang es ihr doch, das Krabbeltier einzufangen. Dass sie dabei glimpflich davon gekommen war, wusste die Dame immer noch nicht. Erst, als sie sich das Tier einmal genau ansah, wurde ihr bewusst, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Spinne handelte. Dank Google und einer Bestätigung durch den „Atlas der Spinnentiere Europas“ hatte sie die Gewissheit: Sie hat eine Nosferatu gefangen. Im Anschluss ließ sie die Spinne in einem Biotop wieder frei.

„Sofort das Haus abfackeln“: User im Netz schaudern bei Vorstellung über Spinnenfund

So cool und entspannt, wie die Frau aus Ludwigsburg, hätte der ein oder andere User im Netz nicht reagiert, wie man in den Kommentaren auf Facebook liest. „Ich würde das SEK anrufen“, oder „Sofort umziehen“, scherzen Nutzerinnen. „Sofort das Haus abfackeln“, schreibt eine weitere. „Es ist so leicht gesagt: Glas darauf, Pappe darunter, herausbringen - ich könnte das nicht. Es ist nicht nur die Angst. Es ist auch der Ekel. Mir dreht sich der Magen um, wenn ich eine Spinne sehe“, beschreibt eine andere Userin.

Wiederum andere Facebook-Nutzer geben sich laut eigenen Angaben entspannt und greifen einfach auf Staubsauger oder Hausschuh zurück, um das Tier zu eliminieren. „Von diesen Spinnen hab ich schon mehrere bei mir im Haus gefangen. Sogar im Schlafzimmer. Warum muss man wegen allem so einen Aufriss machen? Die machen doch nichts“, kommentiert ein User. Spinnen können auch durchaus nützliche Tiere im Haus sein und andere Insekten beseitigen. Bei der giftigen Nosferatu-Spinne sollte man allerdings dennoch vorsichtig sein.

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