Das erwartet Kunden jetzt

Kunden finden Kosten bei IKEA viel zu hoch: „Werden da nie wieder einkaufen“

Eine Kundin steht mit Einkaufswagen an einer Ikea-Kasse gegenüber einem Kassierer. Beide tragen Maske.
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Viele IKEA-Kunden sind von den neuen Regelungen irritiert.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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In allen Ikea-Häusern in Baden-Württemberg können Besucher ab sofort wieder Möbel vor Ort shoppen. Allerdings sind die Regelungen an den Standorten unterschiedlich.

Ludwigsburg - Wegen des Coronavirus waren die Möbelhäuser von Ikea seit Mitte Dezember geschlossen. Anfang März gab es für Ikea-Fans dann endlich ein Aufatmen. Im Zuge der Lockerungen im Handel verkündete auch Ikea die Wiederöffnung einiger Standorte ab 8. März. Die Nachricht verbreitete sich über die Facebook-Seite von Ikea rasend schnell, tausende Menschen reagierten auf den Beitrag. Auch in Baden-Württemberg können Besucher seit Montag wieder in allen Einrichtungshäusern shoppen gehen - in den meisten Märkten ist jedoch vorab eine Terminbuchung nötig.

Auf Facebook löste die Ankündigung von Ikea zunächst große Verwirrung aus. Wirklich eindeutig war die Übersicht, welche Häuser in Deutschland nun wieder öffnen, nicht. „Wie bucht man denn die Termine?“, fragte eine Nutzerin. „Bei fast allen Standorten steht nur: Bis auf Weiteres geschlossen - Click and Collect möglich.“ Auch per E-Mail angeforderte QR-Codes für die Buchung von Terminen wurden bei einigen Kunden offenbar nicht angezeigt.

Doch nicht nur die undurchsichtigen Öffnungsregeln verärgern in jüngster Zeit die Kunden von Ikea. Auch der Online-Shop, auf den Möbelkäufer im Lockdown ausweichen mussten, wird heftig kritisiert. So sind es vor allem die ungewöhnlich hohen Lieferkosten, die Ikea-Kunden jüngst irritierten. 39 Euro werden seit kurzem pro Warensendung fällig. Das scheint für die Lieferung eines großen Möbelstücks durchaus angemessen.

Doch die Lieferkosten in Höhe von 39 Euro werden bei Ikea auch für kleine Einkäufe fällig. Darüber äußern Nutzer in den sozialen Netzwerken ihren Unmut. „Ich möchte 2 Tischbeine für insgesamt 7 € bestellen, soll aber 39 € Speditionskosten bezahlen“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer zürnt: „Euer Ernst? Ich bestelle vier Scharniere, die in einen Briefumschlag gehen und ihr wollt EUR 39,00 Lieferkosten?“

Das Urteil vieler Kunden über den Online-Shop von Ikea fällt entsprechend bitter aus. „Man erlebt wirklich NIRGENDWO schlimmere Online-Einkäufe als bei IKEA. Wollen mir ernsthaft für 39 € Lieferkosten ein paar Haken für meine Küchenstange nach Hause liefern“, schreibt ein Kunde.

Ein weiterer Nutzer ist so sauer, dass er gar Boykott ankündigt: „Ich habe 5 Stuhlkissen von IKEA bestellt und 38,02 Euro Spedition bezahlt, weil nichts anderes von IKEA aus möglich war. Es wäre locker ein einfaches Paket möglich gewesen. Jetzt werden wir NIE wieder etwas von IKEA kaufen.“

Ikea in Baden-Württemberg: Für diese Märkte braucht man eine Vorab-Anmeldung

Immerhin ist seit den Lockerungen der Einkauf in den Filialen von Ikea wieder ohne größere Einschränkungen möglich. So müssen Kunden lediglich am Eingang einen negativen Schnelltest oder einen gleichgestellten Nachweis, etwa über eine Impfung oder eine Genesung vorweisen können. Außerdem müssen Kunden die Luca-App installieren, um sich als Besucher registrieren zu lassen.

Trotz eines viel befürchteten Ansturms ging es beispielsweise im Ikea Ludwigsburg am ersten Tag eher entspannt zu. Statt langem Anstehen oder Gedrängel in den Gängen war die Filiale eher schwach besucht - die Ruhe vor dem Sturm? Immerhin hatte erst kürzlich eine Panne bei Ikea für Chaos auf dem Parkplatz in Ludwigsburg geführt.

Für folgende Ikea-Märkte in Baden-Württemberg ist eine Vorab-Anmeldung über das Buchungstool auf der Website nötig:

  • IKEA Ludwigsburg
  • IKEA Mannheim
  • IKEA Ulm
  • IKEA Walldorf

Keine Anmeldung brauchen Kunden stattdessen in den Ikea-Häusern in Sindelfingen und Freiburg, in letzterem Markt ist sogar kein negativer Schnelltest erforderlich.

Ikea in Baden-Württemberg: Zeitraum für den Einlass ist begrenzt - maximal 15 Minuten

Das Prinzip der Buchung ist simpel: Wer sich ein Zeitfenster für den Einlass gebucht hat, erhält per E-Mail ein Einlassticket mit QR-Code, das er entweder ausgedruckt oder auf dem Smartphone am gebuchten Termin vorzeigt. Auch beim Verlassen des Marktes wird der QR-Code noch einmal abgescannt. Zu beachten gilt, dass jede Person ihr eigenes Ticket braucht und der Zeitraum für den Einlass maximal 15 Minuten überspannt werden sollte - sonst verfällt das Ticket leider. In allen Märkten gelten wie gehabt die Maßnahmen zum Infektionsschutz.

„Wir freuen uns, auf dieser Basis wieder Kunden in unseren Einrichtungshäusern und Planungsstudios begrüßen zu dürfen“, schreibt Ikea in einer Pressemitteilung. „Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam und werden die Art, wie wir unseren Kunden begegnen, gegebenenfalls kurzfristig anpassen, sollte sich die Inzidenzlage und damit die behördlichen Vorgaben ändern.“

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