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Tüftler aus Freiberg am Neckar stellen in „Die Höhle der Löwen“ Blumentopf-Revolution vor

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Von: Julian Baumann

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Blumen blühen in großen Terrakotta-Töpfen.
Weil normale Blumentöpfe „sinnlos“ seien, entwickelten zwei Tüftler aus Freiberg eine Innovation, die Blumengießen seltener nötig macht (Symbolbild). © Martin Schutt/dpa

Bei der beliebten Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ stellt ein Tüftler-Duo aus Freiberg am Neckar am Montagabend einen Blumentopf mit besonderer Funktion vor.

Freiberg am Neckar - Am heutigen Montagabend, 20. September, stellt ein Tüftler-Duo aus Freiberg am Neckar (Kreis Ludwigsburg) bei der beliebten Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ einen besonderen Blumentopf vor und hofft auf Investitionen. Die beiden sind jedoch nicht die ersten Kandidaten der Sendung aus Baden-Württemberg. Im April 2020 stellte ein Start-up aus der Landeshauptstadt Stuttgart ihre „Duschbrocken“ vor. Die Gründer bekamen einen Deal, mussten ihre Unternehmensbewertung aber drastisch herunterschrauben. Wenige Monate später feierten die Start-up-Gründer aus Stuttgart ihre „erste Million“ nach dem Erfolg in „Die Höhle des Löwen“.

Davon sind die beiden Tüftler aus Freiberg zwar noch weit entfernt, von ihrem Produkt überzeugt sind sie allerdings. Wie die Bietigheimer Zeitung berichtet, wurde die Sendung bereits im Februar aufgezeichnet, aber erst am heutigen Abend ausgestrahlt. Die Investoren kennen den innovativen Blumenübertopf „Botanyia“ der beiden Freunde Jeffrey Javelona und Valentin Muckle also bereits, die Zuschauer können sich jedoch erst heute Abend davon überzeugen.

Baden-Württemberg: Fünf Jahre Entwicklungszeit für Blumenübertopf „Botanyia“

Über mangelnden Niederschlag kann sich beim Wetter in Deutschland in diesem Jahr wohl niemand beklagen. Laut Experten ist es jedoch auch in der Bundesrepublik nach sehr heißen Sommern der vergangenen Jahre grundsätzlich zu trocken. Für die Zimmerpflanzen macht das jedoch keinen Unterschied, sie müssen auch so regelmäßig gegossen werden. Durch den Blumenübertopf „Botanyia“ soll das Gießen deutlich seltener nötig sein. Die Idee kam Jeffrey Javelona nach eigener Aussage durch seine Freundin. „Meine Freundin liebt Pflanzen“, erklärt er der Bietigheimer Zeitung. Sie habe jedoch die 48 Blumentöpfe in der Wohnung als „unnatürlich und sinnlos“ empfunden.

Deshalb machte sich Javelona mit seinem Freund Valentin Muckle an die Arbeit, um eine „sinnvolle, nachhaltige und natürlich aussehende Pflanzenummantelung“ zu erfinden. Dafür bearbeitete der gelernte Maler und Lackierer vor rund fünf Jahren zunächst einen Sandstein mit einem Diamantbohrer. Das Ergebnis war zwar als Blumentopf nicht geeignet, die Form blieb jedoch als Übertopf und wurde per 3D-Drucker zum Prototypen. Nach Experimenten mit verschiedenen Materialien wie Keramik, Ton und Steingut ergab eine Mischung dieser Materialien das beste Ergebnis. Die Mischung besteht aus einer Isolierschicht und einer Außenverkleidung, die den Übertopf wärmedämmend macht. Dadurch verdunstet das Gießwasser nicht so schnell und die Pflanze muss nicht so oft gegossen werden.

„Die Höhle der Löwen“: Tüftler aus Baden-Württemberg mit Erfindung im Fernsehen

Nach mehreren Jahren der Entwicklung und 15.000 Euro, die darin investiert wurden, haben die beiden Tüftler aus Freiberg am Neckar 60 Stück der Blumenübertöpfe „Botanyia“ hergestellt - in Handarbeit, berichtet die Bietigheimer Zeitung. „Botanyia sieht zwar aus wie ein schöner Naturstein, ist aber viel mehr als das, denn ich kann den Stein ganz einfach in zwei Hälften zerteilen und mittels des integrierten Magnetverschlusses wieder über der Pflanze schließen“, erklärt Jeffrey Javelona. Mit den ersten Versionen der Erfindung gingen sie per Online-Shop an die Öffentlichkeit. Dadurch wurde die Redaktion von „Die Höhle der Löwen“ auf die beiden aufmerksam.

Nach dem erfolgreichen Bewerbungsprozess bei der Vox-Sendung haben die Freiberger-Erfinder die Möglichkeit für 20 Prozent der Firmenanteile eine Investition von 100.000 Euro zu erhalten. „Wenn eine Investition zustande käme, wäre dies vor allem für die Vertriebswege von Vorteil, damit wir flächendeckend auf den Markt kommen können“, sagt Javelona der Bietigheimer Zeitung. Da die Aufzeichnung bereits mehrere Monate zurückliegt, ist den beiden bereits bekannt, ob sie eine solche Investition für ihren Blumenübertopf „Botanya“ erhalten haben und auch von welchem Investor. Vor der Ausstrahlung der Sendung schweigt der Erfinder jedoch.

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