Geschwindigkeitsverstöße bei Stuttgart

Das Coronavirus hat einen gefährlichen Effekt auf Autofahrer in Baden-Württemberg

Eine leere Straße, in der Mitte steht eine Blitzer-Säule.
+
Hat Corona einen Effekt auf Autofahrer? Polizei kontrolliert über 200 Raser auf Autobahnen bei Stuttgart (Symbolbild)
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
    schließen

Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte in den letzten Wochen zu deutlich vermindertem Verkehr auf den Straßen. Die Polizei Ludwigsburg hat vergangenes Wochenende über 200 Raser geblitzt, die deutlich zu schnell unterwegs waren.

  • Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg kam es zu einem verminderten Verkehr auf den Straßen.
  • Raser nutzten die leeren Straßen aus, um mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit zu fahren.
  • Die Polizei Ludwigsburg ermittelte bei einer Verkehrsüberwachung über 200 Raser. Manche waren mit mehr als 200 Kilometer pro Stunde unterwegs.

Ludwigsburg - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg und der hohen Ansteckungsgefahr, arbeiten viele Menschen von zu Hause aus. Das macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Autos und andere Fahrzeuge waren in den letzten Wochen deutlich weniger unterwegs als vor der Pandemie.

Maßnahmen wie das Kontaktverbot, das zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg gilt, haben offenbar einen weiteren unvorhergesehenen Effekt auf Autofahrer. Die Polizei Ludwigsburg führte am vergangenen Wochenende Verkehrskontrollen auf den Autobahnen A8 und A81 im Großraum Stuttgart durch. Laut Angaben der Polizei fuhren allein auf der A81 bei Herrenberg 232 Fahrer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Raser nutzen leere Straßen aus

Raser nutzen die durch das Coronavirus in Baden-Württemberg teilweise leeren Straßen aus, um mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit zu fahren. „Wer die in den letzten Wochen geringere Verkehrsdichte für verantwortungsloses Fahrverhalten ausnutzt, braucht nicht mit unserem Verständnis zu rechnen“, sagte Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller.

Wie die Polizei Ludwigsburg in einer Pressemitteilung angibt, fuhren am vergangenen Wochenende fünf der auf der A81 bei Herrenberg geblitzten 232 Fahrer mit einer Geschwindigkeit von über 200 Kilometer pro Stunde. Die Strecke ist auf eine Maximalgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometer begrenzt - das gilt auch bei leeren Straßen, wie es sie jetzt durch das Coronavirus in Baden-Württemberg öfter gibt.

Der schnellste Verkehrssünder raste mit 221 km/h in Richtung des Schönbuchtunnels zwischen Herrenberg und Nufringen. Er und die anderen Raser, sehen sich nun mit einer Bußgeldstrafe und einem Fahrverbot konfrontiert.

Leere Straßen durch Coronavirus: Mercedes-Fahrer mit über 200 km/h Richtung München unterwegs

Am Sonntag kontrollierte die Polizei einen Raser auf der A8 bei Leonberg der mit 206 km/h in Richtung München fuhr. Auch auf dieser Strecke sind nur 120 km/h zulässig. Bei der Kontrolle des 40-Jährigen stellte die Polizei Anzeichen auf eine Beeinflussung durch Drogen fest. Sie verweigerten dem Fahrer nach einer Blutprobe die Weiterfahrt. Auf ihn und weitere an diesem Tag kontrollierte Raser kommen nun ebenfalls Bußgeldstrafen und Fahrverbote zu.

„Nicht angepasste, überhöhte Geschwindigkeit führt immer wieder zu folgenschweren Unfällen. Für uns gibt es daher gegenüber Rasern, die sich und andere Menschen gefährden, null Toleranz“, sagte Frank Spitzmüller. Auch wenn der Verkehr durch das Coronavirus in Baden-Württemberg geringer als normal ist, sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten.

Im Kreis Göppingen überließ ein Mann einer Frau ohne Führerschein sein Auto für eine Probefahrt. Sie krachte mit dem Auto in ein Schaufenster in dem teure Felgen gelagert wurden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere 10.000 Euro.

Am Mittwochnachmittag kontrollierte die Polizei Ludwigsburg ein verdächtiges Fahrzeug auf der A8 bei Stuttgart. Der Transporter war mit Steinen und Bauschutt beladen und wog fast zwei Tonnen mehr als zugelassen.

Seit Samstag, den 27. Juni setzt die Polizei Ludwigsburg eine neue Art von Blitzer ein. Der Enforcement Trailer blitzte in den ersten knapp 80 Stunden über 400 Raser. Das Messgerät kommt ohne Personal aus und kann das Tempolimit bis zu zehn Tagen überwachen.

Die Polizei Ludwigsburg hielt einen betrunkenen 64-Jährigen gleich zwei Mal an. Der Mann fiel durch seinen verdächtigen Fahrstil auf. Nach der Kontrolle beschlagnahmten die Beamten das Fahrzeug des Mannes und behielten Schlüssel und Führerschein ein. Am Abend klaute der 64-Jährige sein beschlagnahmtes Auto vom Parkplatz des Polizeireviers und wurde später erneut kontrolliert.

Eine mobile Geschwindigkeitsmessung erfasste zwei Raser auf der A5 zwischen Basel und Karlsruhe. Die beiden Schweizer rasten mit 245 km/h in Richtung Karlsruhe. Die Polizei nahm den Verkehrssündern die Führerscheine ab und untersagte ihnen die Weiterfahrt auf deutschen Straßen. Die Schweizer Behörden sind unterrichtet, es kann für die Raser auch in der Schweiz Konsequenzen geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare