Einsatz in Corona-Krise

„Außergewöhnliches geleistet“: Lidl und Kaufland zahlen Mitarbeitern Corona-Prämie

Die Logos von Lidl (links) und Kaufland (rechts), im Hintergrund sind Euro-Geldscheine zu sehen.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Lidl und Kaufland zahlen Mitarbeitern Prämie.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat nach wie vor einen drastischen Effekt auf die Wirtschaft. Die Supermarktketten Lidl und Kaufland danken ihren Mitarbeitern mit einem Bonus.

Neckarsulm - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat schwerwiegende Folgen auf die Wirtschaft in Stuttgart und im ganzen Bundesland. Während viele Arbeitnehmer durch die Pandemie in die Kurzarbeit geschickt wurden, mussten die Mitarbeiter von Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten ganz besonders viel Arbeit leisten.

In der Hochphase der Corona-Krise neigten viele Verbraucher aus Angst vor einem Lockdown zu Hamsterkäufen und strömten in Massen in die Lebensmittelmärkte. Nachdem die Landeshauptstadt Stuttgart und auch der Landkreis Esslingen kürzlich zum Risikogebiet erklärt wurden, könnte eine ähnliche Situation bald erneut eintreten. Hamsterkäufe bei Lidl, dm &C Co. häufen sich bereits wieder.

Aufgrund ihres Einsatzes in der bisherigen Krise durch das Coronavirus in Baden-Württemberg zahlt die Schwarz-Gruppe zu der auch Lidl und Kaufland mit Sitz in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) gehören, den Mitarbeitern einen Bonus. „Die Kollegen in den Filialen haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen Außergewöhnliches geleistet und aufgrund der bestehenden Situation ist die Belastung weiterhin sehr hoch“, sagten die Geschäftsleiter Matthias Oppitz (Lidl) und Ralf Imhof (Kaufland) laut einer Pressemitteilung der Schwarz-Gruppe.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Lidl und Kaufland belohnen Mitarbeiter für außergewöhnlichen Einsatz

Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Zeitweise mussten die meisten Läden und Geschäfte komplett geschlossen werden und durften danach auch nur unter bestimmten Auflagen öffnen. Die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung musste jedoch auch in der Krise gewährleistet werden, weswegen die Filialen des Lebensmittelhandels durchgehend geöffnet blieben. Durch diesen Umstand hatten die Mitarbeiter nicht nur neue Aufgaben zu bewältigen, wie zum Beispiel ständiges Desinfizieren der Verkaufsräume, sondern setzten sich auch einer hohen Ansteckungsgefahr aus.

Laut der Pressemitteilung der Schwarz-Gruppe erhielten die Mitarbeiter von Lidl und Kaufland bereits an Ostern eine Prämie. Da die Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg momentan jedoch wieder steigen, steigen auch die Anforderungen an das Personal. „Aus diesem Grund ist es uns nach einer Prämie an Ostern erneut ein Anliegen, die Leistung und das Engagement unserer Mitarbeiter finanziell zu belohnen“, sagten Oppitz und Imhof.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Lidl- und Kaufland-Prämie fällt je nach Arbeitsvertrag unterschiedlich aus

Als Dank für den außergewöhnlichen Einsatz in der Krise wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg erhalten die Mitarbeiter in den Filialen, den Lagern und den Fleischwerken von Lidl und Kaufland im Dezember jeweils einen Warengutschein im Wert von 200 Euro. Angestellte, die in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis tätig sind, sowie Mitarbeiter der Umweltsparte PreZero, der Schwarz-Produktion und in den Verwaltungsbereichen erhalten einen Gutschein über jeweils 75 Euro, heißt es in der Pressemitteilung. Die Prämie werde als Warengutschein ausgezahlt, damit der Bonus bei den Mitarbeitern als Netto-Zahlung ankomme.

Von der Corona-Prämie profitieren nach Angaben der Schwarz-Gruppe über 170.000 Mitarbeiter in Deutschland. An Ostern seien bereits knapp 35 Millionen Euro an die Beschäftigten in der Bundesrepublik ausgeschüttet worden. Für die neue Bonus-Zahlung im Dezember wendet die Schwarz-Gruppe erneut 30 Millionen Euro auf.

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