Ziel ist „Kunden zu motivieren“

Lidl und Kaufland: Produkte bekommen Kennzeichnung, die sich Kunden seit Langem gewünscht haben

Eine Frau und ein Kind stehen vor einer Lidl-Filiale.
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Lidl und Kaufland führen Trennhinweise auf Produktverpackungen ein. (Symbolbild).
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Mülltrennung ist wichtig, findet die Schwarz-Gruppe: Sie führt bei ihren Unternehmen Lidl und Kaufland nun Trennhinweise auf Verpackungen von Produkten ein, damit das Recyceln leichter wird.

Neckarsulm - In den letzten Monaten machte die Schwarz-Gruppe, unter anderem Betreiber von Kaufland und Lidl, vor allem Schlagzeilen wegen der Übernahme von Real: Im Februar öffneten die ersten Real-Märkte als Kaufland. Insgesamt 92 Filialen von Real übernimmt die Schwarz-Gruppe, baut sie um und eröffnet sie unter dem Namen von Kaufland. Die Übernahme stößt in der Bevölkerung aber auch auf Kritik. Kunden sind nach dem Umbau bereits genervt und trauern Real nach: „Ich kann kein Kaufland mehr sehen“, schreibt eine Nutzerin sogar auf Facebook in Bezug auf den Umbau einer Filiale in Hamm. „Einfach traurig“, meint eine andere. Währenddessen drückt Kaufland aufs Tempo und stellt alles auf das neue Konzept um. Das bedeutet nicht nur Veränderungen für die Mitarbeiter, auch Kunden müssen sich an einige neue Dinge gewöhnen.

Abgesehen von den Veränderungen der Real-Übernahme, verfolgen Kaufland und Lidl stets Konzepte zur Verbesserung der Märkte. Lidl kündigte im Februar an, eine neue Art, den Einkaufswagen zu entsperren, zu testen. Dabei sollen Kunden die Wagen in Zukunft mit einer App auf dem Smartphone voneinander lösen können. Der gute alte Münzschlitz solle dennoch bleiben - für die älteren Kunden, die kein neumodisches Handy benutzen.

Lidl und Kaufland führen Trennhinweise auf Produktverpackungen ein

Einen weiteren Schritt gehen sowohl Lidl als auch Kaufland, was das Mülltrennen betrifft. Was Aldi Nord, Aldi Süd und Edeka schon seit 2019 umsetzen, wird in Zukunft auch die Schwarz-Gruppe tun: Trennhinweise auf sogenannten Mehrkomponentenverpackungen. „Ziel ist es, die Kunden zu motivieren, ihre Verpackungen richtig zu entsorgen und so einen Beitrag zu einem besseren Recycling zu leisten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Das Bild zeigt die Trennhinweise von Lidl und Kaufland (von links nach rechts) inklusive einer Auswahl von Eigenmarken, die diese Trennhinweise in Zukunft führen werden.

Direkt auf der Verpackung geben die Trennhinweise Auskunft über die Materialien, aus denen die einzelnen Verpackungskomponenten bestehen, und erleichtern somit die richtige Entsorgung. Im Sommer 2020 habe die Schwarz-Gruppe bei einer Online-Befragung zum Thema Abfalltrennung in Deutschland erfahren, dass sich über 80 Prozent der Befragten leicht zugängliche Informationen zum Trennen von Verpackungen wünschen - am besten direkt auf dem Produkt. Genau hier sollen die Trennhinweise ansetzen.

Lidl und Kaufland: In welche Tonne gehören die Verpackung und ihre Bestandteile?

Die Trennhinweise von Kaufland und Lidl werden künftig direkt auf den Produkten zu finden sein, deren Verpackungen aus mehreren Komponenten bestehen. Jede Komponente der Verpackung soll als Symbol dargestellt werden, darunter ist vermerkt, aus welchem Material sie besteht, beispielsweise aus Papier, Aluminium oder Kunststoff. Verbraucher können auf einen Blick sehen, welche Teile sie in welcher Tonner entsorgen sollen, um den Müll ideal zu trennen. Das könnte einigen Menschen helfen, wenn, wie in Stuttgart, die Müllgebühren erhöht werden sollten.

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