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Mutmaßlicher Mord an Schwager wird verhandelt

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Landgericht Tübingen
Ein Schild mit der Aufschrift Landgericht und Amtsgericht hängt vor dem Landgericht in Tübingen. © Tom Weller/dpa

Drei gezielte Messerstiche in die Herzgegend, das Opfer stirbt. Die Staatsanwaltschaft wirft einem inzwischen 20-jährigen Mann heimtückischen Mod an seinem Schwager vor. Jetzt beginnt der Prozess.

Tübingen (dpa/lsw) - Weil er seinen Schwager erstochen haben soll, muss sich ein zur Tatzeit 19 Jahre alter Mann von Donnerstag an vor dem Landgericht Tübingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat den Syrer wegen Mordes angeklagt.

Der junge Mann soll im November 2021 mehrere Wochen bei seiner Schwester in Mössingen (Kreis Tübingen) zu Besuch gewesen sein. Auch deren 37-jähriger Ehemann soll sich trotz Trennung wiederholt bei ihr aufgehalten haben. Als der Beschuldigte neben ihm auf einem Sofa saß, soll er ein Messer hervorgezogen und auf die Herzgegend seines Schwagers eingestochen haben. Das Opfer starb kurze Zeit später. Der mutmaßliche Täter flüchtete und stellte sich tags darauf der Polizei.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als heimtückischen Mord. Abhängig von der Entscheidung, ob Jugendstrafrecht oder Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommt, drohen dem Angeklagten für den Fall einer Verurteilung eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren oder eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er hat sich zur Sache bislang nicht geäußert und sitzt in Untersuchungshaft. Es sind insgesamt sechs Verhandlungstage anberaumt. (3 KLs 55 Js 26672/21 jug.)

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