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Lahrer OB feiert wegen Krieg keine Fastnacht - Spätaussiedler besorgt

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Ukraine-Flagge
Markus Ibert, Oberbürgermeister von Lahr, zeigt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine und denen in Russland, die diesen Krieg ablehnen (Symbolbild). © Sergei Grits/AP/dpa

Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert kündigte aus Solidarität und Mitgefühl an, aufgrund des Kriegs in der Ukraine nicht an den Fastnachtsveranstaltungen teilzunehmen.

Lahr (dpa/lsw) - Der Krieg in der Ukraine entsetzt die Bürger im badischen Lahr mit seinem hohen Anteil an Russlanddeutschen. Wie Oberbürgermeister Markus Ibert (parteilos) am Donnerstag mitteilte, wird er wegen des Krieges an keinen Fastnachtsveranstaltungen teilnehmen. «Mein Mitgefühl und meine Solidarität gilt allen Menschen in der Ukraine, die sich der Bedrohung eines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs ausgesetzt sehen, aber auch den Menschen in Russland, die diesen Krieg ablehnen und ebenfalls um ihre Sicherheit bangen», so der Rathauschef.

Ibert betonte zugleich, er sei in Gedanken bei allen Bürgerinnen und Bürgern aus Lahr und dem Umland, die nun in großer Sorge um ihre Verwandten und Freunde im Konfliktgebiet sind. «Ich wünsche ihnen allen viel Kraft und Zuversicht und hoffe, dass sie diese ungeheure Belastung durch einen militärischen Akt, den ich auf das Schärfste verurteile, möglichst unbeschadet überstehen.»

Nach Angaben der Stadtpressestelle äußerten sich auch Sprecher von Spätaussiedlern in Lahr tief besorgt, wollten aber keine Interviews geben. In der 48 000-Einwohner-Stadt leben schätzungsweise 10 000 Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion mit ihren Angehörigen, dazu zählen auch hier geborene Kinder. Ende Dezember lebten zudem 354 Russen und 102 Ukrainer in Lahr.

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