Preis-Debatte eskaliert

„Einfach nur krank“: Fans leiden unter Erhöhung der Eintrittspreise im Europapark

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Die Eintrittspreise im Europapark werden im Jahr 2022 erneut angehoben. Bei Besuchern - insbesondere Familien mit Kindern - sorgt die Maßnahme für Unmut.

Rust - Am 26. März ist es wieder so weit: Der Europapark Rust startet in eine neue Saison. Viele Fans freuen sich schon jetzt auf die Wiedereröffnung. Ein Detail scheint jedoch einige zu stören: Nach der Preiserhöhung im vergangenen Jahr erhöhen die Betreiber den Eintrittspreis 2022 erneut. In den Sommerferien beträgt der Preis für Erwachsene nun 62 Euro, für Kinder 53,50 Euro.

„Zeit im Europapark zu verbringen, ist teuer geworden“, beschwert sich ein Nutzer auf Facebook. „Das kann sich keiner leisten“, pflichtet ihm ein anderer bei. Insbesondere Menschen mit Kindern müssen angesichts der Preiserhöhung schlucken. „Über 200 Euro Eintritt mit zwei Kindern und zwei Erwachsenen - einfach nur krank“, schreibt jemand.

Europapark-Fans traurig über Preiserhöhung: „Ich denke, mit Essen ist man schnell bei 400 Euro am Tag“

„Ich verstehe nicht, wie man dafür soviel Geld ausgeben kann“, kommentiert ein Familienvater. „In der Hauptsaison muss man sich an den Fahrgeschäften anstellen und warten. Wenn es voll ist, bis zu zwei Stunden. Dann schafft man, wenn es hochkommt, sechs Fahrgeschäfte. Da frage ich mich doch: Lohnt sich der Stress?“ Auch das Essen im Park müsse bezahlt werden. „Ich denke, da ist man mit einer vierköpfigen Familie schnell bei 400 Euro am Tag.“

Während einige sich über die Preiserhöhung echauffieren, können andere die Maßnahme nachvollziehen. „Schaut euch mal die Preise von Disneyland-Paris an“, schreibt ein Facebook-Nutzer zu der Diskussion. „Die Macks erhöhen die Preise nicht ohne Grund.“ Er werde persönlich dem Park treu bleiben. „Wegen zwei Euro so einen Wind zu machen, ist doch lächerlich“, findet er.

Nicht alle Besucher sind mit der Preiserhöhung im Europapark einverstanden.

Europapark-Fan: „Steigende Löhne, Energiekosten und zwei Jahre Durststrecke - was erwartet ihr?“

Auch andere Nutzer können die Preiserhöhung des Europaparks verstehen. „Was erwartet ihr?“, schreibt jemand. „Steigende Löhne, steigende Energiekosten, Kosten für die Instandhaltung und dazu noch zwei Jahre Durststrecke und Corona-Maßnahmen! Gewöhnt euch dran.“

Neben der Erhöhung der Tagespreise sorgt derzeit eine weitere Preis-Maßnahme des Europaparks für Unmut: Wer im Besitz eines Gutscheins für den Park im Wert von 62 Euro ist, erhält in der Nebensaison, in der der Eintritt nur 55 Euro kostet, keine Gutschrift. Sprich: Wer sein Ticket außerhalb der Hauptsaison nutzt, verliert sieben Euro. Der Restbetrag bei Ticket-Gutscheinen verfällt ersatzlos.

Rubriklistenbild: © Petra Schneider-Schmelzer/Imago

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