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Studie prognostiziert ernsthafte Bedrohung für Kinder, die aktuell geboren werden

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Kinder, die nun geboren werden, erleben durch den Klimawandel im Schnitt mehr Extremwetter. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Stuttgart/Potsdam (dpa) - Ein heute geborenes Kind wird in seinem Leben aufgrund des Klimawandels im Schnitt viel mehr Extremwetter erleben als ein 1960 geborener Erdenbürger durchmachen muss: In seine Lebenszeit werden laut einer Prognose doppelt so viele Waldbrände, dreimal so viele Überschwemmungen und Ernteausfälle, siebenmal so viele Hitzewellen fallen – in einem Szenario, in dem die Länder ihre derzeitigen Strategien zur Reduzierung von Treibhausgasen beibehalten. Das geht aus einer Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams hervor, die am Montag in der Fachzeitschrift «Science» veröffentlicht wurde.

Ein Baby liegt mit geschlossenen Augen auf einer Decke.
Eine Studie prognostiziert für heutige Kleinkinder, dass diese in ihrem Leben etwa viermal mehr Extremwettereignissen ausgesetzt werden (Symbolbild). © IMAGO / Cavan Images

Eine 1960 geborene Person erlebt laut der Studie im Schnitt rund zwei bis sechs Hitzewellen. Für ein 2020 geborenes Kind werden es bei einem Temperaturanstieg von 1,5 Grad etwa vier Mal so viele sein. Bei einem Plus von 2,0 Grad werden es sechs Mal so viele - und sieben Mal so viele, wenn beim Klimaschutz weitergemacht wird wie bisher.

Einen Anstieg gibt es demnach auch bei Waldbränden, Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen. Die Ergebnisse zeigten eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der jungen Generationen und legten drastische Emissionsreduzierungen nahe, sagte Wim Thiery von der Freien Universität Brüssel, der führende Autor der Studie.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 27. September 2021. Da er für unsere Leser noch immer eine Relevanz hat, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Junge Generationen in Ländern mit geringem Durchschnittseinkommen werden laut der Prognose stärker betroffen sein. Aber auch Europa wird es demnach treffen: Hier werden für heutige Kleinkinder etwa viermal mehr Extremwettereignisse prognostiziert. Das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen könne laut den Studienautoren einen großen Unterschied machen.

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