Kreis Konstanz

Aus Faulheit? Postbote lädt Amazon-Pakete auf unverschämte Weise ab

Päckchen des Online-Versandhändlers Amazon stehen am 20.12.2014 vor einer Haustür in Kassel.
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Kreis Konstanz: Fahrer lädt 19 Amazon-Pakete in Gebüsch ab (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Im Kreis Konstanz warteten Kunden eines Versandhandels wohl deutlich länger auf ihre Ware als angenommen. Die Pakete landeten kurzerhand in einem Gebüsch.

Konstanz - Ware aller Art über das Internet zu bestellen, wird immer populärer. Man spart sich den Gang in den Supermarkt, das Kleidungsgeschäft oder den Baumarkt und bekommt die gewünschten Produkte bequem vor die Haustür geliefert. Die aktuelle Situation wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg hat diesen Trend noch verstärkt. Während die Wirtschaft in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg unter den Folgen der Pandemie leidet, machen Versandhändler noch größeren Umsatz.

Kunden aus dem Kreis Konstanz mussten nun länger auf ihre Pakete warten, sie wären möglicherweise auch gar nicht zugestellt worden. Ein Kurierfahrer lud sie kurzerhand in einem Gebüsch ab, wie die Polizei Konstanz am Donnerstag mitteilte. Durch einen Hinweis stellten Beamte die abgeladene Lieferung sicher. Der Versandhändler startete eine erneute Zustellung.

Kreis Konstanz: 19 Pakete mit Neu-Ware landen im Gebüsch - Grund noch immer unklar

Am Mittwoch, dem 4. November, ging ein Hinweis bei der Polizei Konstanz ein. Auf einem Wanderweg Richtung Hohentwiel entdeckten Passanten insgesamt 19 abgeladene Pakete. Laut den Adressen sei die Ware für Haushalte in Hilzingen und Relasingen-Worblingen (Kreis Konstanz) bestimmt gewesen, wie die Polizei Konstanz in einer Pressemittelung vom Donnerstag angab. Bei den Paketen handelte es sich um Ware des Handelsriesen Amazon, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage von BW24 sagte. Die Beamten des Polizeireviers in Gottmadingen stellten die Lieferung sicher und setzten sich mit der zuständigen Auslieferungsstation von Amazon in Verbindung.

Laut Angaben der Polizei Konstanz sei bislang nicht bekannt, warum der noch unbekannte Kurierfahrer die Pakete auf dem Wanderweg abgeladen habe. Ein Sprecher sagte gegenüber BW24, dass diese Angelegenheit bei der Polizei eine untergeordnete Rolle spiele. Bislang sei keine Strafanzeige gegen Amazon oder den Fahrer erstattet worden, weswegen der Fall als Fundsache eingestuft werde.

Amazon habe sich bereit erklärt, die Pakete im Kreis Konstanz abzuholen und erneut auszuliefern. Laut Angaben des Polizeisprechers werde die Sache nun zwischen dem Versandhändler Amazon und dem Kurierdienst aus dem Allgäu zu klären sein.

Die Daimler AG machte erst kürzlich einen Rekord-Deal mit Amazon. Im Rahmen einer Initiative zum Klimaschutz bestellte der Handels-Riese 1.800 Elektrotransporter bei der Daimler-Tochter Mercedes Benz. Die eVito und eSprinter des Stuttgarter Autobauers werden schon bald für Amazon im Einsatz sein.

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