1. bw24
  2. Baden-Württemberg

Klimaaktivisten wegen Straßenblockaden in Stuttgart vor Gericht

Erstellt:

Kommentare

Straßenblockade
Die Gruppe „Letzte Generation“ steht seit längerem in der Kritik. (Archivfoto) © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Zwei Klimaschutzaktivisten der Protestgruppe „Letzte Generation“ müssen sich am Montag (11 Uhr) vor dem Stuttgarter Amtsgericht wegen mehrerer Straßenblockaden im Berufsverkehr verantworten.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Männer hatten sich im vergangenen Mai und Juni auf die Straße gesetzt. Am Mittwoch (12.30 Uhr) ist ein weiterer Prozess gegen einen Klimaaktivisten der Gruppe geplant. Unklar ist noch, ob an diesen Tagen auch bereits über ein Urteil entschieden wird.

Seit Monaten blockiert die Gruppe deutschlandweit immer wieder Straßen und Autobahnen. Sie fordert einen „Stopp des fossilen Wahnsinns“. Außerdem tritt sie für ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung ein sowie für eine Agrarwende, um Treibhausgase zu mindern.

Allerdings steht die Protestgruppe nach einem schweren Unfall in Berlin, in dessen Folge eine Radfahrerin starb, verstärkt in der Kritik. Politiker fordern ein härteres Vorgehen, in sozialen Netzwerken werden die Klimaaktivisten verstärkt angefeindet.

In Berlin war eine Radfahrerin von einem Lastwagen erfasst und überrollt worden. Ein Spezialfahrzeug, das helfen sollte, die Verletzte unter dem Lastwagen zu befreien, stand nach Angaben der Feuerwehr in einem Stau, der durch eine Aktion der Klima-Protestgruppe „Letzte Generation“ ausgelöst worden sein soll.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete jedoch unter Berufung auf einen Einsatz-Vermerk, dass es nach Einschätzung der behandelnden Notärztin keine Auswirkungen auf die Rettung der verletzten Frau hatte, dass der Wagen nicht zur Verfügung stand. Die Radfahrerin starb nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag an ihren schweren Verletzungen.

Auch interessant

Kommentare