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„Sowas darf nicht freigesprochen werden“: Klimaaktivist aus Freiburg wird nicht bestraft

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Von: Julia Hawener

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Klimaaktivisten blockieren Straße in München
Immer wieder blockieren Klimaaktivisten der Umweltschutzbewegung „Letzte Generation“ den Verkehr. © dpa/Lennart Preiss

Ein Klimaaktivist der Bewegung „Letzte Generation“ stand vor Gericht, weil er sich in Freiburg an drei Straßenblockaden beteiligt haben soll. Der Richter sprach ihn nun frei.

Freiburg - Ein 31 Jahre alter Angeklagter, der im Februar an mehreren Straßenblockaden in Freiburg beteiligt war, ist freigesprochen worden. Wie ein Sprecher des örtlichen Amtsgerichts am Montag mitteilte, habe sich der Klimaaktivist nicht festgeklebt. Er habe sich wegtragen lassen und sei von der Polizei als kooperativ und friedlich geschildert worden.

Der Mann stand wegen des Vorwurfs der Nötigung in drei Fällen vor Gericht. Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, mit weiteren Demonstranten der Bewegung „Letzte Generation“ von 7. Februar bis 15. Februar an drei Blockadeaktionen in der Schwarzwaldmetropole beteiligt gewesen zu sein. Das Urteil ist nach Angaben des Sprechers noch nicht rechtskräftig.

„Hat Porsche mit der Justiz telefoniert?“: Einige User auf Facebook verstehen Urteil nicht

Auf Facebook teilen sich die Meinungen zum Urteil des Richters. Ein Nutzer etwa schreibt, dass er die Entscheidung des Gerichts nicht gutheiße, aber auch „nichts anderes erwartet habe“. „Sowas darf nicht freigesprochen werden“, kommentiert ein anderer User. Einige Nutzer verstehen nicht, weshalb in diesem Fall anders geurteilt wurde als etwa bei ähnlichen Fällen in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. „In Stuttgart werden Klimaaktivisten zu 30 Tagessätzen verurteilt. Hat Porsche mit der Justiz telefoniert?“, fragt ein Mann. Einen Erklärungsversuch bietet ein anderer User: „Es sollte hier betont werden, dass der Beschuldigte nicht festgeklebt war und sich kooperativ verhalten hat“, kommentiert er. Es sei deshalb auch anders zu beurteilen als die „Klebefälle“. (dpa/jh)

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