Klage von Atomkraftgegnern

Kernkraftwerk Neckarwestheim: Hammer-Antrag von Atomgegnern

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim vor blauem Himmel, aus dem Kühlturm von Block zwei steigt Dampf auf.
+
Bis Ende 2022 soll das Atomkraftwerk Neckarwestheim II abgeschaltet werden.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
    schließen

Das Kernkraftwerk in Neckarwestheim II soll bis Ende 2022 in Betrieb bleiben und das trotz schadhaften Rohren. Umweltschützer wollen vor Gericht eine schnellere Abschaltung erreichen.

Der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland rückt immer näher. Noch in diesem Jahr sollen die Kernkraftwerke Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C vom Netz gehen. 2022 folgen die Atomkraftwerke Isar II, Emsland und Neckarwestheim II. Letzteres soll jedoch schon eher abgeschaltet werden, zumindest wenn es nach Franz Wagner vom Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) und Armin Simon von „Ausgestrahlt“ geht.

Grund dafür ist die anhaltende Debatte um die Sicherheit des Kernkraftwerks Neckarwestheim II, bereits im Januar wurde bekannt, dass es ein Leck gab*. Nur wenige Wochen später dann der nächste Schock, der ehemalige Leiter der Abteilung „Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen“ im Bundesumweltministerium, Dieter Majer stellte weitere Schäden an den Rohren des Kernkraftwerks* fest.

Mit einem Antrag, das Kernkraftwerk Neckarwestheim vorläufig abzuschalten, waren die Atomgegner bereits im Juni 2020 gescheitert. Im Frühjahr dieses Jahres reichten der BBMN und „Ausgestrahlt“ daher Klage ein, jetzt gehen sie sogar noch einen Schritt weiter und stellen am Verwaltungsgericht einen Hammer-Antrag* um eine frühzeitige Abschaltung des Atomkraftwerks Neckarwestheim II zu erwirken. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare