Keine Tabellenführung für Darmstadt: Nur Remis gegen KSC

Darmstadt 98 - Karlsruher SC
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Karlsruhes Philipp Hofmann (l) und Darmstadts Thomas Isherwood haben den Ball aus dem Blick verloren.

Darmstadt gelingt gegen den KSC ein spektakulärer Doppelschlag, doch für drei Punkte reicht es nicht. Die Hessen lassen im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga eine große Chance aus. Gjasula trifft auf beiden Seiten.

Darmstadt - Der SV Darmstadt 98 hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen und den Sprung auf Tabellenplatz eins verpasst. Zum Jahresauftakt kamen die Hessen am Samstagabend gegen den Karlsruher SC vor zugelassenen 250 Zuschauern im Stadion am Böllenfalltor nicht über ein 2:2 (0:1)-Unentschieden hinaus. Die Tore für die Lilien erzielten Klaus Gjasula (48. Minute) und Fabian Holland (51.). Der KSC war durch ein Eigentor von Gjasula (22.) in Führung gegangen, zudem traf Fabian Schleusener (71.).

Da auch die Mitkonkurrenten teilweise patzten, beträgt der Vorsprung der Darmstädter vorläufig noch vier Punkte auf Platz drei, auf Rang vier sind es fünf Zähler. Von Beginn weg dominierten die Südhessen das Spiel deutlich, nutzten aber zunächst ihre Chancen nicht. Luca Pfeiffer scheiterte mit einem Heber (16.), Marvin Mehlem mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (20.). Die Führung der Nordbadener durch ein Eigentor von Gjasula, der nach einem Freistoß den Ball im Zweikampf unglücklich ins eigene Tor verlängerte, hatte sich nicht angedeutet.

In der Folge bauten die Gäste ihre Spielanteile etwas aus. Für deutlich mehr Torgefahr sorgten aber wiederum die Gastgeber, die nur bei ihren Abschlüssen extrem nachlässig agierten. Pfeiffer vergab mit einem Kopfball die beste Gelegenheit (26.). Auf der anderen Seite verpasste es Daniel O'Shaugnessy, nach einer Ecke mit einem Schuss neben den Pfosten die Führung noch auszubauen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierte Darmstadt deutlich effizienter und drehte binnen drei Minuten die Partie - durch einen Kopfball von Gjasula, der diesmal ins richtige Tor traf, und einen herrlichen Schuss von Holland von der linken Strafraumseite in den rechten Torwinkel. Gegen einen in dieser Phase konfus wirkenden KSC versäumte es Mehlem gleich zweimal nachzulegen. Die Gäste fingen sich dann aber wieder und glichen durch einen Flachschuss von Schleusener aus elf Metern nach einer Hereingabe aus. Dem KSC gelang sogar noch ein drittes Tor, das aber vom Videoschiedsrichter aberkannt wurde. dpa

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