Hohe Differenz

Kaufland-Kunden irritiert über Preise - „Weiß nicht, ob ich empört sein soll oder verärgert“

Eine Reihe von Kaufland-Einkaufswagen
+
Kaufland erntet wegen seines Werbeprospekts Kritik.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
    schließen

Ein Kaufland-Kunde bemerkt eine seltsame Entwicklung bei Preisen in zwei Filialen, die nur wenige Kilometer auseinander liegen. „Das ist schon dreist“, urteilt er.

Karlsruhe/Bretten - Offenbar zufällig geriet ein Kunde aus Baden-Württemberg an zwei Prospekte von Kaufland, die für unterschiedliche Filialen warben. Dabei machte der Mann eine unerwartete Entdeckung. Die Preise für das gleiche Sonderangebot unterschieden sich. „Ich weiß gerade nicht, ob ich empört sein soll oder verärgert“, richtet er sich auf der Facebook-Seite von Kaufland an das Unternehmen.

„Dass jeder Kaufland unterschiedliche Produkte im Angebot haben kann, ist mir bewusst“, so der Kunde weiter. „Aber dasselbe Produkt zu solch einem Preisunterschied in verschiedenen Filialen anzubieten, ist schon dreist.“ Was ihn an der Sache besonders stört: Während die russischen Teigtaschen, um die es sich bei dem Angebot handelte, im Karlsruher Stadt-Discounter schon für 1,24 Euro zu haben waren, wurde das gleiche Produkt in Bretten für fast zwei Euro angeboten. In Bretten sind die Taschen also rund 60 Prozent teurer als in Karlsruhe. Dabei liegen die Filialen laut dem Kunden nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt.

Kaufland erklärt regionale Unterschiede bei Produktpreisen: „Angebote rotieren“

Ein Kunde zeigte sich verwirrt über die unterschiedlichen Preise in zwei Kaufland-Filialen.

Prompt reagierte Kaufland auf den Beitrag - und gab zu, dass sich die Preise regional tatsächlich unterscheiden. „Daher gibt es auch verschiedene Prospekte“, so Kaufland. „Die Angebote rotieren und erreichen alle Kunden über einen nicht festgelegten Zyklus. Es besteht also keine regionale Benachteiligung.“ Trotz der Erklärung des Discounters blieb der Kunde weiter kritisch. „Der Unterschied zwischen dem Landkreis Karlsruhe (in dem Bretten liegt) und dem Stadtkreis Karlsruhe ist schon stark“, wandte er ein. Kaufland empfahl daraufhin, für weitere Fragen das Kundenmanagement zu kontaktieren.

Kaufland: Kunden beschweren sich häufiger in sozialen Netzwerken

Immer wieder tut sich Facebook bei solchen Fällen als Beschwerdeplattform hervor. Erst kürzlich hatte sich ein Kunde dort beschwert, weil er Kaufland-Treuepunkte einlösen wollte, es die Prämie aber gar nicht gab. Ein weiterer Kunde sorgte auf Facebook für Furore, als er ein Foto aus einer Kaufland-Filiale postete, auf dem reihenweise leergekaufte Regale zu sehen waren.

Die Beispiele zeigen: Soziale Netzwerke stellen für die Unternehmen heutzutage wichtige Barometer der Kundenzufriedenheit dar. Anstatt sich per E-Mail oder ein Servicetelefon zu beschweren, wählen immer mehr Verbraucher den Weg über Social Media - und lassen den Firmen dabei keine andere Wahl, als sich öffentlich zu äußern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare