In ausgewählten Städten

Kaufland verkauft Bier aus Lebensmittelresten - „erweitern unser Sortiment“

Drei Flaschen mit dem Brotbier der Heidelberger Brauerei CraftCell.
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Kaufland will gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen und verkauft in einigen Filialen Bier aus Brot.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Brot und Bier gibt es in allen Filialen der Supermarkt-Kette Kaufland zu kaufen. Einige Standorte bieten jetzt jedoch besonderes Bier an, das der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken soll.

Neckarsulm - In den Filialen der Supermarkt-Kette Kaufland mit Sitz im baden-württembergischen Neckarsulm (Kreis Heilbronn) gibt es eine große Auswahl an Brot- und Biersorten. Eigentlich gilt die Kartoffel als deutsches Hauptnahrungsmittel doch auch das deutsche Brot und vor allem das deutsche Bier sind sehr gefragt. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kauften die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2018 rund 1,7 Millionen Tonnen Brot. Und laut dem Portal worldsoffood.de trinken die Deutschen stolze 8 Milliarden Liter Bier pro Jahr.

Obwohl die Deutschen viel und gerne Brot kaufen, bleiben auch oftmals Waren in den Filialen der Supermärkte und Bäckereien zurück. Kaufland will der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Deshalb werden die übriggebliebenen Backwaren zu Bier verarbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung. Die besondere Bierspezialität ist jedoch nur in Filialen des Lebensmittelriesen in fünf ausgewählten Städten erhältlich. Zudem ist die Idee auch nicht ganz neu.

Kaufland: „Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung“ - Bier mit Brot statt Malz

Die Brauerei, die das Brotbier herstellt, hat ihren Sitz wie Kaufland ebenfalls in Baden-Württemberg. Die CraftCell Brauerei aus Heidelberg verwendet dafür übriggebliebenes, aber frisches Brot aus den Kaufland-Filialen und anderer lokaler Bäckereien. Das Brot ersetzt beim Brauvorgang einen Teil des Bierbestandteils Malz. „Mit diesem besonderen Bier erweitern wir unser Sortiment um ein Produkt, das für gelebte Regionalität und Nachhaltigkeit steht und einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leistet“, erklärt Markus Geiger, Geschäftsführer Einkauf Food laut der Pressemitteilung. Da für den Brauvorgang vor allem Weißbrot verwendet wird, gleicht der Geschmack des Bieres dem eines Kellerbiers.

Das Brotbier wird in allen Kaufland-Filialen in den folgenden Städten angeboten:

  • Heidelberg
  • Mannheim
  • Dossenheim
  • Schwetzingen
  • Speyer

(Quelle: Kaufland)

Kaufland setzt beim „Brotbier“ auf Regionalität - doch nicht alle Produkte sind „regional“

Bei den Filialen, die das Brotbier anbieten, handelt es sich mit Ausnahme der Filialen in Speyer (Rheinland-Pfalz) um Kaufland-Märkte in Baden-Württemberg. Laut der Pressemitteilung spielt Regionalität bei Kaufland eine ganz besondere Rolle. „Dadurch stärkt das Unternehmen auch kleinere Erzeuger und trägt durch die kürzeren Transportwege zur Klimaschonung bei. Bundesweit arbeitet Kaufland mit über 1.600 regionalen Erzeugern und Produzenten zusammen.“

Doch nicht alle Produkte des Lebensmittelhändlers sind im eigentlichen Sinne regional. Das Label „regional“ bei Kaufland, Lidl und Co. ist sogar oftmals eine Lüge. Das Label ist nämlich nicht rechtlich geschützt. Manche Produkte mit dem „regional“-Label kommen weder aus Baden-Württemberg, noch aus Deutschland. Das Brotbier ist ebenfalls keine regionale oder gar neue Erfindung. Laut dem Portal t-online.de gibt es solche Produkte bereits seit langem in anderen europäischen Ländern. In Deutschland wird die Spezialität dagegen erst seit ein paar Jahren gebraut.

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