Falsche Angabe

Wurst-Gate: Kaufland-Kunde beschwert sich: „Was stimmt hier nicht?“

Ein Mann steht mit einem Einkaufswagen an einem Kühlregal.
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Erst nach dem Einkauf fiel einem Kunden auf, dass er eine Mogelpackung erwischt hatte.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Als ein Kaufland-Kunde nach einem Einkauf einen Blick auf die gekauften Würstchen warf, machte er eine erstaunliche Entdeckung. In der Packung waren weniger Würstchen als auf dem Etikett angegeben.

Neckarsulm - Nicht immer sind Mogelpackungen im Supermarkt auf den ersten Blick erkennbar. So erging es auch einem Kunden von Kaufland, der nichtsahnend eine Tüte Würstchen kaufte. Wer zählt schon jede einzelne Wurst ab, wenn auf der Verpackung die Mengenangabe steht? Der Kunde hätte es lieber getan. Erst nach dem Einkauf fiel ihm der Fehler auf. Perplex stellte er fest: In der Verpackung befanden sich nur fünf Würstchen, obwohl sechs Stück auf dem Etikett versprochen wurden.

„Was stimmt hier nicht, Kaufland?“, schrieb der Kunde auf Facebook an die Supermarkt-Kette. Dazu postete er das Bild der verpackten Würstchen - in dem deutlich erkennbar eine ganze Wurst fehlt. Prompt folgte die Antwort von Kaufland. „Auweia... da ist wohl ganz offensichtlich eine Wurst zu wenig drin“, gibt sich das Unternehmen kleinlaut - und verweist an das Kundenmanagement.

Kaufland-Eklat: War die Mogelpackung ein Produktionsfehler?

Verbraucher sollten aus Vorfällen wie diesem lernen: Ein genauer Blick auf die angebotenen Produkte lohnt sich. In dem Fall kann man zwar nicht unterstellen, dass die Mogelverpackung Absicht war. So könnte sie auch von einem Produktionsfehler herrühren. Obacht ist aus Verbrauchersicht trotzdem stets geboten. Erst kürzlich reagierte ein Kunde empört auf eine Werbe-Aktion von Kaufland, als ihm eine Ungereimtheit auffiel. So betraf die Rabatt-Aktion bei einem Energy-Drink zwar alle Geschmacksrichtungen, nicht aber die zuckerfreie Variante.

Rabatt-Aktionen können für Kunden in vielerlei Hinsicht undurchschaubar sein. Beim Vergleich zweier Prospekte für unterschiedliche Filialen entdeckte ein Kaufland-Kunde, dass die Preise variieren. So wurde ein und dasselbe Produkt in zwei verschiedenen Regionen für unterschiedliche Preise angeboten. Für Verbraucher sind die Unterschiede aufgrund der Flut an Sonderangeboten in Werbeprospekten häufig nur schwer zu erkennen.

Mogelpackungen bei Kaufland und Co.: So funktioniert versteckte Preiserhöhung

In Bezug auf Mogelpackungen sollten Verbraucher außerdem einen weiteren Trick des Handels auf dem Schirm haben: Gerne wählen Anbieter die Strategie, die Preise für ein Produkt zu erhöhen, ohne, dass der Verbraucher es merkt - mit Verpackungsschwindel. So kommt es vor, dass Hersteller von Lebensmitteln eine Verpackung unverändert lassen, dabei jedoch den Inhalt reduzieren.

Der Preis auf dem Etikett bleibt der gleiche, lediglich die enthaltene Produktmenge ist kleiner als zuvor. Die Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht in einer bundesweit einzigartigen Mogelpackungsliste laufend derartige Produkte - und schafft so ein wenig Transparenz für Verbraucher.

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