Beschwerde sorgt für Aufregung

Kaufland-Kunde postet Fotos aus einer Filiale: „Fühle mich für dumm verkauft“

Ein leeres Regal im Discounter Kaufland.
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Ein Kaufland-Kunde konnte es nicht fassen, als er vor den leeren Kaufland-Regalen stand.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Ein Kunde einer Kaufland-Filiale aus Laupheim wandte sich bei Facebook wütend an die Supermarktkette. Dazu postete er ein vielsagendes Foto von leeren Regalen.

Laupheim - „Eine einzige Enttäuschung“: So beschreibt ein Kunde in einer öffentlichen Nachricht auf Kauflands Facebookseite seinen kürzlichen Besuch einer Kaufland-Filiale in Laupheim (Kreis Biberach). Offenbar waren zahlreiche Produkte aus der Werbung nicht mehr vorrätig. „Dass einzelne Artikel mal ausverkauft sind - passiert. Hier scheint das Methode zu haben, ich fühle mich reichlich für dumm verkauft“, ärgert sich der Kunde. Ob die Warenknappheit an Verzögerungen wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg lag? Oder gar an Hamsterkäufen?

In seinem Post arbeitet der Mann sich an den fehlenden Produkten in der Kaufland-Filiale ab. Trotz Ankündigung in der Werbung sei von Blaubeer-Muffins über Cheddar-Käse bis zum Pulled Pork einfach nichts mehr vorrätig gewesen:

Kaufland entschuldigt sich unter dem Post, eine Debatte entsteht - „verhöhnt mich gerne“

Kaufland reagierte prompt auf den wütenden Kunden und entschuldigte sich. Der Lebensmittelhändler, der wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, verwies auf das Kundenmanagement. Einige Facebook-Nutzer konnten die Kritik bestätigen, auch sie hätten bei Kaufland schon vor leeren Regalen gestanden. Eine Kundin vermutet, dass Hamsterkäufe dahinterstecken. Andere wiederum ärgerten sich. „Arbeite mal im Einzelhandel. Dann weißt du, dass wir zu 90 Prozent nichts dafür können“, schreibt einer. „So einen Kunden wie dich habe ich gerne.“

Unter dem Post entwickelte sich eine Diskussion, in die auch der Urheber der Beschwerde mit einstieg. Denn er wurde in den Kommentaren nicht von allen ernst genommen. „Oh ja, das Leben kann hart sein. Verdammt, keine Blaubeer-Muffins mehr. Und nun?“, provozierte ihn ein Facebook-Nutzer. Das konnte der Verfasser des Beitrags nicht auf sich sitzen lassen: „Euch ist aber schon klar, dass meine Art von Feedback für das jeweilige Unternehmen von großem Wert ist? Siehe auch deren prompte Reaktion. Aber verhöhnt mich gern, ist und bleibt ja schließlich noch immer Facebook, das halte ich gerade noch aus.“ Zudem ärgerte er sich über einen Bug im Online-Kontaktformular von Kaufland, über das er es zuerst versucht hatte.

Kaufland kauft Real-Märkte - Kunden finden den Umbau „einfach traurig“

Kaufland macht aktuell aber auch noch mit einer anderen Meldung Schlagzeilen. Nachdem die Handelskette Real zerschlagen wurde, darf der Discounter Kaufland 92 Real-Märkte übernehmen. Nicht alle Verbraucher sind über die Nachricht erfreut. Nachdem erste Real-Märkte als Kaufland neu eröffnet wurden, müssen sich Kunden und Mitarbeiter an einige Änderungen gewöhnen.

Einige Kunden sind genervt und finden den Umbau „einfach traurig“. Während Real für sein Vollsortiment bekannt war, bietet Kaufland ein etwas weniger umfangreiches Angebot. Vor der Übernahme hatte der schwäbische Discounter bereits radikale Änderungen in einem Brief angekündigt.

Nach der Übernahme der Real-Märkte hat Kaufland radikal aussortiert. Weil Kaufland sich eher auf Lebensmittel und weniger auf Non-Food-Ware spezialisiert, mussten vor allem Haushaltswaren, Elektroartikel, Schreib- und Spielwaren sowie Aktionswaren dem neuen Sortiment weichen.

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