Beschwerde auf Facebook

Kaufland-Kunde ärgert sich verwirrende Vorschriften im Markt -„Komplett unprofessionell“

Eine Reihe von Kaufland-Einkaufswagen
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Ein Kaufland-Kunde beschwert sich über die Einkaufswagenregelung.
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Warum man zum Einkaufen seit Ausbruch des Coronavirus in Baden-Württemberg einen Einkaufswagen mitnehmen muss, versteht nicht jeder. So auch ein Kaufland-Kunde, der sich auf Facebook beschwert.

Neckarsulm - Seitdem das Coronavirus in Baden-Württemberg ausgebrochen ist, läuft nur noch weniges wie gewohnt. Auch beim Einkaufen müssen die Menschen Regeln beachten, die es bisher nicht gab. So müssen medizinische oder FFP2-Masken getragen, der Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten und Einkaufwägen oder -körbe mit in den Laden genommen werden. Manche Kunden können diese Regeln jedoch nicht nachvollziehen und beschweren sich bei den jeweiligen Lebensmittel- und Einzelhändlern.

Einer Kaufland-Kundin wurde der Zutritt mit Kind verwehrt, weil sie nicht Einkaufswagen und Kinderwagen zugleich schieben konnte. Genauso erging es einer jungen Mutter bei der Drogerie dm: Die Frau verließ wütend die Filiale, denn auch sie sollte sich einen Einkaufswagen nehmen, obwohl sie bereits ihr Baby in einem Kinderwagen schob. Eine Kundin des Discounters Lidl beobachtete einen Vorfall mit einem Security-Mitarbeiter: Dieser behandelte ein Seniorenehepaar respektlos, worauf diese ihren Einkauf bei der Konkurrenz machten.

Einkaufswagenregelung bei Kaufland: „Warum muss ich einen Einkaufswagen mit reinnehmen?“

Viele Kunden berichten von absurden Erlebnissen beim Einkaufen, so auch dieser Mann, der die Einkaufswagen-Regelung bei Kaufland infrage stellt. Auf Facebook schrieb er: „Kann mir hier mal jemand erklären, warum ich in der einen Filiale einen Einkaufswagen mit rein nehmen muss (Kontaminiert, nicht desinfiziert), und in der anderen Filiale nicht?“

An der Kundeninformation in der Kaufland-Filiale habe man ihm erklärt, dass man durch die Einkaufswagenregelung die Vorschrift umgehe, nur 84 Kunden ohne Einkaufswagen reinzulassen. „Meiner Meinung nach wusste der Herr gar nicht was er da redet“, schreibt der Mann auf Facebook weiter.

Beschwerde über Security-Mitarbeiter: „Spielen am Handy rum und telefonieren nebenbei.“

Zudem beschwerte sich der Kaufland-Kunde auch über einen Security-Mitarbeiter. Diese seien „leider auch immer die gleichen. Komplett unprofessionell, spielen am Handy rum oder telefonieren nebenbei.“ Er fügte hinzu: „Warum macht das jede Filiale anders? Und wo steckt der Sinn dahinter?“

Die Reaktionen auf diesen Facebook-Eintrag waren genau zwei. In einem Kommentar antwortete das Social-Media-Team von Kaufland auf die Frage des Mannes mit „Wir sind bemüht, ein tolles und vor allem sicheres Einkaufserlebnis für alle zu schaffen. Wir möchten dein Anliegen daher gern an unser Kundenmanagement weiterleiten.“ Würde der Kund seine E-Mail-Adresse und die Filiale nennen, könnten sich die Kollegen direkt mit ihm in Verbindung setzen.

Einkaufwagenregelung bei Kaufland: Die Antwort kommt von einem anderen Facebook-Nutzer

Mehr Hilfe bekam der Kaufland-Kunde von einem anderen Facebook-Nutzer. Dieser beantwortete nämlich seine Frage, warum es eine Einkaufswagenregelung gibt und wieso dies in jeder Filiale anders zu sein scheint. „Sinn ist tatsächlich dass anhand der Wagen die Kunden Zahl gezählt wird. Sprich kein Wagen mehr vor dem Markt, darf auch keiner mehr rein“, so der Nutzer unter dem Eintrag. „Das die Märkte da unterschiedlich agieren kann daran liegen dass entweder die eine Filiale eine Person zum zählen der Kunden abgestellt hat oder aber eine Art Zähler am Eingang dran ist.“ Solch ein Zähler könne anhand der Bewegungsströme analysieren, wie viele Kunden in den Laden gehen und wieder rauskommen.

Zur Angst des Kaufland-Kunden, dass die Einkaufswagen „kontaminiert“ sein könnten, schreibt der Facebook-Nutzer: „Einfach desinfizieren, stehen doch in jedem Laden inzwischen spender rum.“

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