Pflanzlich und vegan

Kaufland kämpft mit neuem Service gegen die Öko-Katastrophe

  • Valentin Betz
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Nachhaltigkeit liegt im Trend. Das hat auch der Discounter Kaufland erkannt. An einigen Standorten werden deshalb jetzt Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel angeboten.

Neckarsulm - Nachhaltigkeit beginnt beim Konsum. Was der Verbraucher kauft, hat großen Einfluss auf die Umwelt - und wiederum auf das Angebot im Supermarktregal. Discounter wie Kaufland haben schon seit längerem erkannt, dass Kunden verstärkt nachhaltige Produkte fordern. Zuletzt nahm Kaufland Fleisch mit Tierwohl-Label ins Sortiment auf.

Doch nicht nur beim Fleischkonsum besteht im Supermarkt Nachholbedarf. Immer wieder geraten auch die gigantischen Mengen Plastik in den Fokus, die täglich in Form von Verpackungsmüll anfallen. In den Ozeanen hat dies bereits zu einer Öko-Katastrophe geführt. Im Nordpazifik etwa hat sich eine Plastikmüll-Insel der Größe Europas gebildet.

Um Müll zu vermeiden, gibt es inzwischen sogenannte „Unverpackt-Läden“ die ganz ohne Verpackungen auskommen. Der Discounter Kaufland aus Neckarsulm geht jetzt einen Schritt in diese Richtung: In vier Filialen sollen Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel immer neue Verpackungen ersetzen.

Nachfüllstationen bei Kaufland: Immer noch Plastik, aber wiederverwendbar

In einer Pressemitteilung berichtet der Discounter, dass Kaufland gemeinsam mit der Henkel-Marke „Love Nature“ die Nachfüllstationen anbietet. Zunächst will Kaufland das Angebot in Berlin-Heinersdorf, Dallgow-Döberitz, Dresden-Striesen-West und im Baden-Württembergischen Neckarsulm testen. Anders als bei „Unverpackt-Läden“ müssen Kunden allerdings zunächst Flaschen von Kaufland erwerben, die dann immer wieder befüllt werden können.

Kaufland führt eine Abfüllstation für Wasch- und Putzmittel ein (Symbolbild).

Ganz ohne Plastik kommen aber auch die Nachfüllstationen von Kaufland nicht aus. Aber immerhin sind die Flaschen aus 100 Prozent recyceltem Plastik und auch selbst vollständig recycelbar. Der Kunde kann in den Filialen zwischen zwei Wasch- und zwei Spülmitteln wählen, alle pflanzlich basiert und vegan. An der Kasse wird dann nach Gewicht bezahlt - natürlich abzüglich dem der Flasche.

Nachhaltigkeit bei Kaufland: Discounter sagt Plastik den Kampf an

Bei den Nachfüllstationen will es Kaufland in naher Zukunft allerdings nicht belassen. „Mit den Stationen von Love Nature gehen wir den nächsten Schritt, um unser Sortiment nachhaltiger zu gestalten und umweltschonende Lösungen voranzutreiben“, erklärt Robert Pudelko, Leiter Nachhaltigkeit Einkauf bei Kaufland. „Bis 2025 wollen wir zudem alle Eigenmarken-Verpackungen auf maximale Recyclingfähigkeit umstellen. Gleichzeitig überprüfen wir stetig unser gesamtes Sortiment, wo wir Plastik einsparen oder für sinnvolle Alternative sorgen können“, so Pudelko.

Nachhaltigkeit bei Kaufland: Der Discounter bietet erstmals Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel an.

Dabei ist Kaufland nicht der einzige Discounter, der unter anderem auf Nachfüllstationen für Wasch- und Spülmittel setzt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres bot der Drogeriemarkt dm den neuen Service für Kunden an. Auch das Unternehmen aus Karlsruhe kooperierte dabei mit der Henkel-Marke „Love Nature“.

Rubriklistenbild: © Lakomski/IMAGO

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