Ermittlungen dauern an

Unbekannter schießt auf Katze - Tier wird schwer verletzt gefunden

Katze Pearl verweilt im Tierheim vom Verein Tierschutz Hildesheim und Umgebung e.V..
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Im Kreis Karlsruhe schoss ein noch unbekannter Täter auf eine Katze. Die Polizei leitete Ermittlungen ein (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Im Kreis Karlsruhe ereignete sich ein besonders perfider Fall von Tierquälerei. Ein Unbekannter hat offenbar mit einer Waffe auf eine Hauskatze geschossen - das Tier wurde schwer verletzt aufgefunden.

Ubstadt-Weiher - In Baden-Württemberg* muss man sich wohl nur selten gegen wilde Tiere verteidigen. Dennoch lauern auch im Südwesten mehrere giftige Schlangen (BW24* berichtete) und andere kleinere Tiere, die für den Menschen gefährlich werden können. Wer eine Hauskatze hat weiß: Die Stubentiger können auch mal ihre Krallen ausfahren, wenn sie geärgert werden. Vor einer Katze muss sich jedoch normalerweise niemand verteidigen, schon gar nicht mit Waffengewalt.

Ein Vorfall in Ubstadt-Weiher (Kreis Karlsruhe) kann demnach nur als schlimme Tierquälerei bezeichnet werden. Laut dem zuständigen Polizeipräsidium Karlsruhe schoss ein noch unbekannter Täter auf eine Hauskatze. Die Besitzerin fand das schwer verletzte Tier schließlich in einer Scheune.

Kreis Karlsruhe: Frau vermisst ihre Katze und macht einen erschreckenden Fund

Laut dem Polizeibericht ereignete sich die perfide Tat irgendwann im Zeitraum zwischen Sonntag 21 Uhr und Montag 21 Uhr in Zeutern, einem Teil der zusammengeschlossenen Gemeinde Ubstadt-Weiher im Kreis Karlsruhe. Eine Frau vermisste ihre Katze, da das Tier nicht wie gewohnt am Abend nach Hause gekommen war. Die Besitzerin begab sich schließlich auf die Suche nach ihrem Haustier. In einer Scheune fand sie schließlich ihre Katze, das Tier wies schwere Verletzungen auf und musste umgehend in eine Tierklinik gebracht werden.

Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen sei die Katze von einem unbekannten Täter mit einer noch nicht identifizierten Waffe angeschossen worden, berichtet die Polizei Karlsruhe. Das ergab eine Untersuchung des schwer verletzten Tieres in der Tierklinik. Die Ermittlungen nach dem Täter dauern derzeit an. Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten sich telefonisch, unter der Nummer 07253/8026-0, mit dem Polizeirevier Bad Schönborn in Verbindung zu setzen.

Baden-Württemberg: Immer wieder Fälle von erschreckenden Tierquälereien

Wenn Wilderer auf Trophäenjagd in freier Natur auf Tiere schießen, laufen Tierschützer Sturm. Auf eine normalerweise harmlose Hauskatze zu schießen ist jedoch eine besonders erschreckende Tat. In Baden-Württemberg ereigneten sich in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von Tierquälerei. In Mannheim brachen Täter einer Biberratte den Kiefer und zertrümmerten ihr Rückgrat. Die schwer misshandelte Nutria musste eingeschläfert werden*, Peta setzte 1.000 Euro für Täter-Hinweise aus. Nur wenige Tage zuvor wurden Tiere in einem Wildgehege verstümmelt und zu Tode gequält*. Die Tat ereignete sich in Trossingen im Schwarzwald, die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Auch in anderen Bundesländern kommt es immer wieder zu solchen Fällen. In Köln nutzten Männer ein Taubenküken als Fußball, wie 24rhein* berichtet. Das Tier erlag wenig später seinen schweren Verletzungen. „Viele Menschen, die Tiere quälen, fühlen sich unter Druck oder frustriert“, sagte Psychologin Ruth Marquardt gegenüber rtl.de. „In dem Augenblick, in dem sie dann ein Tier treten oder misshandeln, lässt dieser Druck nach. Das Tier funktioniert in diesem Augenblick wie ein Blitzableiter.“ *BW24 und 24Rhein sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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