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Kärcher profitiert vom Hygienetrend und wächst zweistellig

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Ein Mitarbeiter von Kärcher montiert im Werk in Winnenden eine Reinigungsmaschine.
Reinigungsgerätehersteller Kärcher aus Winnenden profitiert vom Hygienetrend und wächst zweistellig. © Marijan Murat/dpa

In der Corona-Pandemie verspürt das Reinigungsgeschäft Aufwind. Der Hersteller Kärcher erzielt mit seinen Maschinen einen Rekordumsatz. Sorgen gibt es in Schwaben aber auch.

Winnenden (dpa) - Der schwäbische Reinigungs- und Gartengerätehersteller Kärcher hat während der Corona-Pandemie vom Hygienetrend profitiert und sein Geschäft erheblich ausgeweitet. Der Umsatz der Gruppe stieg im vergangenen Jahr um 13,6 Prozent auf den Rekordwert von rund 3,1 Milliarden Euro, wie das Familienunternehmen am Montag in Winnenden mitteilte.

«Wir sind durch die Bank in allen Produktsegmenten und in allen Regionen stark gewachsen», sagte der Vorstandschef der Alfred Kärcher SE & Co. KG, Hartmut Jenner, der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings: «Wir haben hohe Material- und Transportkosten», sagte er. Den Chipmangel habe Kärcher auch gespürt. «Das betraf vor allem Maschinen, die mit kleinen Stückzahlen gebaut werden. Geräte mit hohen Stückzahlen für Privatkunden waren hingegen weniger betroffen.»

Die Ertragslage war Jenner zufolge zufriedenstellend. Der Gewinn wird traditionell nicht beziffert. «Wir wollen 2022 beim Umsatz weiter wachsen. Es gibt aber viele Unsicherheiten wie die Ukraine-Krise.»

Etwa die Hälfte des Umsatzes entfällt den Angaben nach auf das Geschäft mit Privatkunden, die andere auf das Geschäft mit professionellen Anwendern. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie fragten Privatkunden mehr Hochdruck- und Dampfreiniger sowie Gartengeräte nach. Im vergangenen Jahr zog dann auch das Geschäft mit Geräten für den Einsatz in der Industrie, in der Gastronomie und in anderen Bereichen an.

«Wir haben 16 Produktionsstandorte weltweit, unter anderem in Deutschland, Italien, Rumänien, China, Indien, Brasilien, Mexiko und in den USA», sagte Jenner. 86 Prozent des Umsatzes werde im Ausland gemacht, die restlichen 14 Prozent in Deutschland. 37 Prozent aller Mitarbeiter arbeiten ihm zufolge in Deutschland. Beschäftigt waren weltweit rund 14 400 Menschen, das waren über 900 mehr als ein Jahr zuvor.

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