Kritik an der Digitalisierung

Jungpolitiker im Landtag fühlen sich ein „bisschen ausgebremst“

Landeswappen Baden-Württemberg im Landtag.
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Die Jungpolitiker im Landtag von Baden-Württemberg fühlen sich „ausgebremst“.

Im Landtag von Baden-Württemberg fühlen sich Jungpolitiker ausgebremst. Sie können nach eigenen Angaben nicht immer verwirklichen, was sie vorhaben.

Stuttgart (dpa/lsw) - Jungpolitiker im Landtag können nicht immer alles verwirklichen, was sie vorhaben. «Man will voller Tatendrang in die Landtagsarbeit starten. Und wird dann ein bisschen ausgebremst», sagte Alena Trauschel (FDP, 22 Jahre) in einem gemeinsamen Interview mit Niklas Nüssle (Grüne, 27 Jahre) im «Südkurier» (Mittwoch). Die beiden sind seit fast einem Jahr im Landtag und zählen zu den jüngsten Abgeordneten.

Überraschend war für Trauschel, dass sie fast sechs Monate auf ihren Landtagslaptop warten musste. «Das zeigt ganz gut, wo wir in Deutschland noch massiv dran arbeiten müssen: An der Digitalisierung.» Erstaunt hat sie auch die Arbeit in den Ausschüssen. «Ich hätte eigentlich erwartet, dass das viel häufiger stattfindet.»

Nüssle dachte ebenso, dass Abgeordnete mehr Zeit in den Ausschüssen verbringen. «Auch mir fehlt noch die tiefergehende und bereichernde Zusammenarbeit in den Ausschüssen mit den Kolleginnen und Kollegen.» Zugleich freut er sich über Gestaltungsmöglichkeiten in der Regierungsfraktion: «Mir hat es zum Beispiel viel bedeutet, als wir im Klimaschutzgesetz die Photovoltaikpflicht für alle Neubauten verankert haben.»

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