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Im Kampf gegen Cyberkriminalität: Polizei wünscht sich international einheitliche Standards

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Im Kampf gegen Cyberbetrüger wünscht sich die Polizei einheitliche Standards. © Jakub Porzycki/Imago Images

Um Betrügerbanden habhaft zu werden, die im Internet mit angeblich lukrativen Finanzanlagen werben, wünscht sich die Polizei international einheitliche Standards.

Karlsruhe (dpa) - «Mindestens im EU-Ausland müsste es so laufen wie im Inland», sagte der Leiter des Dezernats Wirtschaftskriminalität im Polizeipräsidium Karlsruhe, Dieter Abstein. Der Aufwand für die Strafverfolgung sei sehr groß, Rechtshilfeverfahren dauerten sehr lange. «Es gibt große Hürden in jeglicher Hinsicht.» In dieser Zeit sei das Geld der Opfer auf Konten im Ausland überwiesen, an die man aus Deutschland nicht mehr komme.

Hintergrund ist eine Betrugsmasche, bei der Menschen mit vermeintlich hohen Gewinnen zu Geldanlagen über Tradingplattformen verleitet werden. Die Kriminellen bewegen die Opfer den Angaben zufolge zu immer mehr Einzahlungen und brechen irgendwann den Kontakt ab.

Tätergruppen sind international vernetzt

Die international vernetzten Tätergruppen gehen nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) beim Anlagebetrug über Online-Plattformen professionell vor und reagieren sehr flexibel etwa auf geänderte Rechtslagen. Polizeibehörden in Bund und Ländern befassen sich demnach seit Längerem mit dem Phänomen und haben in Kooperation mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Europol einen Teil der Täterstrukturen aufhellen können. Zahlreiche betrügerische Online-Plattformen hätten so vom Markt genommen, Tatverdächtige verhaftet und Call-Center geschlossen werden können.

«Die Betrüger sind nicht von Landesgrenzen abhängig», machte ein BKA-Sprecher deutlich. Sie arbeiteten überwiegend aus dem Ausland - oft über mehrere Länder verteilt - und splitteten die Arbeit auf. «Eine Eingrenzung des Tatorts oder der Herkunft der Täter auf ein Land oder eine kleine Anzahl von Ländern ist nicht möglich.»

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