Natur- und Kulturerbe

Illegales Objekt? Naturkundemuseum Karlsruhe soll Fossil an Brasilien herausgeben

Eine Frau betrachtet im Naturhistorischen Museum in Braunschweig (Niedersachsen) den lebensgroßen Nachbau des Skeletts eines Plateosaurus engelhardti.
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Brasilien fordert die Herausgabe eines Dinosaurier-Skelettes aus dem Naturkundemuseum Karlsruhe (Symbolbild).

Ein über 110 Millionen Jahre altes Dinosaurier-Fossil sorgt aktuell am Naturkundemuseum in Karlsruhe für Spannungen. Brasilien fordert die Herausgabe, das Kunstmuseum lehnt ab.

Rio de Janeiro/Karlsruhe (dpa) - Im Streit um ein Dinosaurier-Fossil aus Brasilien hat das baden-württembergische Wissenschaftsministerium die Rückgabeforderung aus Südamerika zurückgewiesen. Das Naturkundemuseum Karlsruhe habe die versteinerten Überreste des Sauriers Ubirajara rechtmäßig erworben, teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zuvor hatte die Paläontologische Gesellschaft in Brasilien die Rückgabe des Fossils gefordert. Sie geht davor aus, dass das Artefakt illegal außer Landes gebracht wurde. «Wir werden nicht aufhören, für unser Natur- und Kulturerbe zu kämpfen», teilte die Paläontologische Gesellschaft vor wenigen Tagen mit.

Ubirajara jubatus ist ein Dinosaurier aus der Gruppe der Theropoda. Er lebte während der Kreidezeit vor etwa 110 bis 115 Millionen Jahren. Das Fossil war in einem Steinbruch zwischen den Gemeinden Nova Olinda und Santana do Cariri in der Crato-Formation im Bundesstaat Ceará im Nordosten von Brasilien gefunden und 1995 nach Deutschland gebracht worden.

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