Tragischer Vorfall

Hund beißt 7-Jährige in den Hinterkopf - sie wird schwer verletzt

Hund knurrt und zeigt Zähne
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Aus noch ungeklärter Ursache attackierte ein Hund in Heidelberg ein spielendes Mädchen (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Ein siebenjähriges Mädchen wurde beim Spielen von einem Hund angegriffen und dabei schwer verletzt. Das Tier kam auf Wunsch des Besitzers ins Tierheim.

Heidelberg - Am Sonntagnachmittag ereignete sich in Baden-Württemberg, genauer gesagt im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund, ein tragischer Vorfall: Ein 7-jähriges Mädchen wurde von einem Hund schwer verletzt. Laut Polizei war das Mädchen bei ihrer 6-jährigen Freundin zu Besuch. Die Kinder spielten gemeinsam und mit dem Familienhund im Garten, als der Hund das ältere Mädchen in den Hinterkopf biss. Wieso der zweijährige Hund das Kind attackierte, ist unklar. Laut Bild war der Vierbeiner bisher nicht auffällig.

Die 7-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär aufgenommen wurde. Der Hund wurde auf Wunsch des Besitzers in ein Tierheim gebracht. Um welche Hunderasse es sich bei dem Tier handelte, konnte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur nicht sagen. Gegen den 30-jährigen Hundehalter ermittelt nun die Polizei.

Bissige Hunde: Nicht immer sind es Kampfhunde

Ebenfalls in der Nähe von Heidelberg ereignete sich 2019 ein Beiß-Angriff: Nach einer Attacke auf einen Jugendlichen wurden zwei Kampfhunde eingeschläfert. Damals hatte ein 16-Jähriger in Leimen bei Heidelberg zwei aggressive Kampfhunde auf einen 15-Jährigen gehetzt. Die Tiere zogen den vorbeifahrenden 15-Jährigen von seinem Fahrrad und bissen ihn am ganzen Körper. Der Teenager erlitt langfristig entstellende Verletzungen. Experten entschieden rund ein Jahr nach der Beißattacke, dass die aggressiven Hunde eingeschläfert werden sollten.

Einen ähnlich schlimmen Fall gab es im April in Freiberg am Neckar. Dieses Mal wurde kein Mensch, sondern ein anderer Vierbeiner schwer verletzt. Bei dem Vorfall waren zwei Hunde im Blutrausch. Anwohner fürchteten die „tickenden Zeitbomben“. Zwei Kangale, anatolische Hirtenhunde, attackierten einen fremden Hund über Minuten hinweg. Der Boxer wurde in eine Tierklinik gebracht und überlebte schwer verletzt. 

Die Hunderasse ist kein Indiz dafür, wie gefährlich ein Hund ist. Auslöser vieler Attacken ist meist der Mensch selbst. Daher führt die Baden-Württembergische Landesregierung auch einen Hundeführerschein ein. Hundehalter müssen künftig einen Test absolvieren. Sie sollen damit unter Beweis stellen, dass sie sich um das Tier kümmern können.

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