Kompliziertes Verfahren

Hotline für Umstellung der Grundsteuer gefordert

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Die Grundsteuer zu berechnen ist kompliziert. Betroffene wünschen sich deshalb als Hilfe eine telefonische Hotline.

Die Berechnung der Grundsteuer ist kompliziert. Alle Informationen gibt es zwar im Internet. Aber ältere Menschen tun sich manchmal schwer damit. Deshalb gibt es nun die Forderung, eine telefonische Beratung einzurichten.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Zuge der Umstellung bei der Grundsteuer müssen Grundstückseigentümer eine besondere Pflicht erfüllen. Weil die Flächen neu bewertet werden, müssen sie eine eigene Steuererklärung beim Finanzamt für diese einreichen - genauer gesagt eine Feststellungserklärung, wie der Bund der Steuerzahler in Stuttgart mitteilte. Wegen der Komplexität des Themas forderte der Verband das baden-württembergische Finanzministerium auf, eine zusätzliche Telefonhotline dazu einzurichten.

Verbandschef Eike Möller sagte, dort könnten viele Fragen rasch und unkompliziert geklärt werden. «Weil sehr viele Grundstückseigentümer beispielsweise aufgrund ihres Alters nicht so gut mit dem Internet vertraut sind oder gar keinen Internetzugang haben, hielten wir dies für eine gute Lösung.» Auch vor dem Hintergrund, dass quer durch die Bevölkerung hindurch ein erhöhter Informationsbedarf rund um die neue Grundsteuer bestehen werde. In Thüringen sei so eine Hotline bereits im Frühjahr eingerichtet worden.

Zudem forderte der Steuerzahlerbund in seinem Schreiben an das Finanzministerium, die Abgabe der Feststellungserklärungen zur Bestimmung des Grundsteuerwerts in Baden-Württemberg in Papierform anzuerkennen. «Von der Grundsteuer sind sehr viele Steuerzahler betroffen, auch solche, die keine Einkommensteuererklärung abgeben und vor allem auch solche, die bisher noch nie eine Steuererklärung elektronisch übermittelt haben», erklärte Möller.

Das in der Kritik stehende Gesetz zur Reform der Grundsteuer setzt auf ein sogenanntes modifiziertes Bodenwertmodell. Es sieht vor, dass die Grundstücksfläche und der sogenannte Bodenrichtwert die Grundlagen für die künftige Berechnung der Steuer sein sollen. Eigentümer von Wohngebäuden sollen dabei aber im Verhältnis weniger belastet werden.

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