Unglaubliche Tat

Heilbronn: Unbekannte stecken Igel in Chipstüte und lassen ihn qualvoll ersticken

Ein Igel sitzt im Gras.
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Dem netten Wesen von Igeln kann kaum jemand widerstehen. Scheinbar völlig gefühlskalte Menschen quälten jetzt eins der putzigen Tierchen zu Tode.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Ein kleiner Igel ist in Heilbronn schmerzvoll ums Leben gekommen. Tierquäler zogen ihm eine Chipstüte über und verschlossen sie.

Heilbronn - Im Ziegeleipark in Heilbronn-Böckingen haben Unbekannte am vergangenen Wochenende einen kleinen Igel zu Tode gequält. Wie die Polizei berichtet, hielten sich der oder die Täter an der Pappelrotunde im Park auf. Dort knickten die Personen zunächst vier der sieben jungen Pappeln ab und verursachten einen Sachschaden in Höhe von knapp 2.000 Euro - dann nahmen sie den Igel ins Visier.

Laut Polizeibericht fingen die Unbekannten den Igel ein, steckten ihn in eine leere Chipstüte und verschlossen diese im Anschluss. Später fand man in der Tüte den Igel tot. Zeugenhinweise für den Tatzeitraum von Freitagvormittag (1. Oktober) und Montagvormittag (4. Oktober) nimmt das Polizeirevier Heilbronn-Böckingen unter der Telefonnummer 07131 204060 entgegen.

Tierquälerei: Immer wieder kommt es zu Vorfällen in Baden-Württemberg

Immer wieder werden Fälle von Tierquälerei in Baden-Württemberg gemeldet, die sprachlos machen. Im vergangenen Juli misshandelten Tierquäler eine Nutria an einem Mannheimer Weiher so brutal, dass das Tier eingeschläfert werden musste. Wenige Monate zuvor wurden Tiere in einem Wildgehege in Trossingen verstümmelt.

In Deutschland ist Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz strafbar. Den Verbrechern drohen Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen, je nach dem Ausmaß der Tiermisshandlung. Auch kann für Tierquäler ein lebenslanges Verbot für das Halten oder Betreuen von Tieren verhängt werden. Tierquälerei gilt in Deutschland als Krankheit und Störung des Sozialverhaltens. Die Psychoanalyse sieht einen starken Zusammenhang der Gewalt gegen Tiere und zwischenmenschlicher Gewalt.

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