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Heilbäder stellen wegen Gaspreisen Angebote auf den Prüfstand

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Eugen-Keidel-Thermalbad in Freiburg
Die Gaskrise trifft auch die Thermalbäder in Baden-Württemberg. Die Außenaufnahme zeigt das Eugen-Keidel-Thermalbad in Freiburg. © Patrick Seeger/dpa

Die Gaskrise trifft die Thermalbäder in Baden-Württemberg mit voller Wucht. Viele müssen sehen, wie sie die deutlich steigenden Kosten wieder einspielen.

Bad Rappenau (dpa/lsw) - Zahlreiche Mineral- und Heilbäder stehen angesichts der dramatisch steigenden Gaspreise mit dem Rücken zur Wand und stellen ihre Angebote auf den Prüfstand. Die 35 Bäder rechnen für das kommende Jahr damit, dass sich die Kosten im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln werden, wie der Heilbäderverband Baden-Württemberg vor seiner Mitgliederversammlung in Bad Rappenau mitteilte. Im Rahmen des Bädertages werden Vertreterinnen und Vertreter von 55 höher eingestuften Heilbädern und Kurorten erwartet, auch Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) wird mit dabei sein (11.15 Uhr).

Bereits im Sommer hatte Verbandspräsident Fritz Link gewarnt, die meisten Mineral- und Thermalheilbadbetreibenden würden mindestens Teilbereiche der Thermen schließen müssen. Dies treffe unter anderem die energetisch aufwendigsten Bereiche wie Becken und Saunabereiche. «Wir werden so weit es geht versuchen, den Betrieb in unseren Bädern aufrecht zu erhalten», sagte auch Verbandsgeschäftsführer Arne Mellert. «Bevor ein ganzes Bad schließt, wird zum Wohle unserer Besucher zunächst geprüft, wie man den Betrieb einschränken kann.» Auch nachhaltiges Wirtschaften und ein Abschied von fossilen Rohstoffen sei für die meisten Betreiber ein Thema.

Die baden-württembergischen Heilbäder hatten bereits die Folgen der Corona-Krise 2021 mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Besucherzahlen waren nach Verbandsangaben auf etwa ein Drittel des Niveaus vor der Krise gesunken. 2019 waren rund 10 Millionen Gäste gezählt worden.

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