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Heidelberg: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer tritt als Kandidatin bei OB-Wahl an

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Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, aufgenommen nach ihrer Vereidigung.
Theresia Bauer will Oberbürgermeisterin von Heidelberg werden. © Marijan Murat/dpa

Die Heidelberger Grünen haben Wissenschaftsministerin Theresia Bauer als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 6. November in ihrer Stadt nominiert.

Heidelberg (dpa/lsw) - Wie die Partei auf ihrer Homepage mitteilte, sprachen sich am Mittwochabend 85 Prozent dafür aus. «Ich bin berührt von diesem starken Vertrauensbeweis aus der Mitgliedschaft», so Bauer laut Mitteilung. Sie will zum 25. September ihr Ministeramt niederlegen. «Ich werde mich mit ganzer Kraft - und ohne Rückfahrticket in die Landesregierung - um Heidelberg kümmern.»

Vom Klimaschutz über nachhaltige Mobilität bis zum bezahlbaren Wohnraum - Bauer will ins Gespräch mit Bürgern kommen. «Gemeinsam entwickeln wir daraus unseren Plan für ein vielfältiges, nachhaltiges und lebendiges Heidelberg», so die grüne OB-Kandidatin. Die Heidelberger Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner sicherte Bauer volle Unterstützung zu. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Theresia Bauer kandidiert „aus Liebe zu unserer Stadt“

Bauer hatte am Montag mitgeteilt, kandidieren zu wollen - «aus Liebe zu unserer Stadt». Zuvor hatte sich eine grüne Findungskommission in Heidelberg einstimmig für sie ausgesprochen. Sie will den parteilosen Amtsinhaber Eckart Würzner (60) herausfordern, der seit 2006 amtiert und unter anderem von CDU und FDP unterstützt wird. Die Universitätsstadt am Neckar hat etwa 160 000 Einwohner.

Bauer holte bei der Landtagswahl vor einem Jahr in Heidelberg mit 41,7 Prozent das landesweit drittbeste Ergebnis. Die verheiratete Mutter zweier Söhne galt lange als politisches Schwergewicht im Kabinett. Bis 2016 war sie dreimal Wissenschaftsministerin des Jahres in Deutschland. Doch dann hatte sie vermehrt mit Problemen zu kämpfen. Die Zulagenaffäre um die Verwaltungshochschule Ludwigsburg hing ihr wie ein Mühlstein um den Hals, auch wenn sie vom Verwaltungsgerichtshof am Ende eine weiße Weste bekam.

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