Heidelberg/Leimen

Nach Attacke auf Jugendlichen in Leimen: Zwei Kampfhunde eingeschläfert

Ein Hund der Rasse American Staffordshire Terrier.
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Heidelberg/Leimen: Nach einem beinahe tödlichen Angriff wurden zwei Kampfhunde eingeschläfert (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Vor über einem Jahr geschah ein beinahe tödlicher Angriff zweier Kampfhunde auf einen Jugendlichen in Leimen bei Heidelberg. Die Tiere wurde nun auf Entscheidung von Experten eingeschläfert.

  • Ein 17-Jähriger hetzte vor über einem Jahr zwei Kampfhunde auf einen Jugendlichen in Leimen bei Heidelberg.
  • Das Opfer erlitt fast tödliche Verletzungen durch den Angriff der Tiere.
  • Die beiden Kampfhunde wurden nun naufgrund der Entscheidung von Experten eingeschläfert.

Heidelberg/Leimen - Am Pfingstmontag im vergangenen Jahr hetzte ein damals 16-Jähriger in Leimen bei Heidelberg zwei aggressive Kampfhunde auf einen 15-Jährigen. Der Bruder des Täters hatte die Hunde unerlaubterweise an den Jugendlichen übergeben. Die Tiere zogen den vorbeifahrenden 15-Jährigen von seinem Fahrrad und bissen ihn am ganzen Körper. Der 15-Jährige erlitt langfristig entstellende Verletzungen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Nach mehr als einem Jahr sind die aggressiven Hunde nun eingeschläfert worden.

Heidelberg/Leimen: Kampfhunde auf Entscheidung von Experten eingeschläfert

Nach dem beinahe tödlichen Angriff der Kampfhunde in Leimen bei Heidelberg, verurteilte das Landgericht den Haupttäter im Dezember letzten Jahres zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung, wie die dpa berichtet. Die Mittäter des heute 17-Jährigen verurteilte das Gericht zu Bewährungsstrafen. Bei den Mittätern handelte es sich um den Bruder des Jugendlichen, der auch der Besitzer der Hunde war, und einem Begleiter der zum Tatzeitpunkt mit dem Haupttäter und den Kampfhunden spazieren war.

Die beiden Mittäter legten nach Angaben der dpa Revision gegen die Urteile ein. Der Bundesgerichtshof lehnte die Einsprüche jedoch ab, da die Revision offensichtlich unbegründet war. Mit dieser Entscheidung waren die Hündin und der Rüde keine Beweismittel mehr in dem Fall. Die Polizei Mannheim teilte am Mittwoch mit, man habe die beiden Kampfhunde auf Entscheidung der Polizeihundestaffel und des Veterinäramtes eingeschläfert.

Heidelberg/Leimen: Gemeinde führt Kampfhund-Steuer ein

Laut Angaben der dpa führte der Gemeinderat von Leimen bei Heidelberg als Reaktion auf die brutale Kampfhund-Attacke eine Kampfhund-Steuer ein. Seit Anfang diesen Jahres beträgt die Steuer 612 Euro jährlich. Ein normaler Hund kostet 96 Euro im Jahr für den Ersthund, jeder weitere kostet dagegen bereits 192 Euro.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 waren die Angriffe mit „Tatwerkzeug Hund“ deutlich höher als die mit „Tatwerkzeug Kampfhund“. Kampfhunde wurden 2019 44 Mal als Tatwerkzeug eingesetzt. Das Hauptdelikt ist jedoch in beiden Fällen die fahrlässige Körperverletzung.

Im Kreis Ludwigsburg griff eine aggressive Katze eine Frau hinterrücks an. Die Polizei machte sich auf die Suche nach der „Kampfkatze“ und erhielt viele Hinweise aus der Bevölkerung.

Unbekannte schlossen Anfang Juli die Heckklappe eines geparkten Autos in Stuttgart. Ein wehrloser Hund starb an einem Hitzschlag.

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