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Hammerangriff auf vermuteten Nebenbuhler - Urteil erwartet

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Einbrecher steht vor einer zerbrochenen Fensterscheibe
In einer Nacht im Juli 2021 brach ein Mann in eine Wohnung ein, in der er den neuen Liebhaber seiner Ex-Freundin vermutete - nachdem er auf den anderen Mann eingeprügelt hatte, merkte er, dass es nicht derjenige war, den er vermutet hatte (Symbolbild). © Daniel Maurer/dpa

Mit einem Gummihammer schlug er auf einen schlafenden Mann ein. Er wollte den neuen Liebhaber seiner Ex treffen. Doch es kam anders.

Offenburg (dpa/lsw) - Im Prozess um einen Hammerangriff auf den vermeintlichen Nebenbuhler will das Landgericht Offenburg am Mittwoch (13.15 Uhr) das Urteil gegen einen 63-Jährigen sprechen. Der Mann soll im Juli 2021 nachts in eine Wohnung in Neuried (Ortenaukreis) eingedrungen sein, in der er den Rivalen wähnte. Mit dem Gummihammer schlug er laut Staatsanwaltschaft mindestens zehn Mal auf den Schlafenden ein - bis er feststellte, dass er sich in der Wohnung vertan und einen unbeteiligten 65-Jährigen attackiert hatte.

Der Angeklagte hatte die Tat beim Prozessauftakt im Januar eingeräumt - aber beteuert, er habe den Nebenbuhler nicht töten sondern zur Rede stellen wollen. Das Opfer hat bis heute psychische Probleme.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben einer Gerichtssprecherin eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren gegen den Angeklagten beantragt. Sie wirft ihm versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und versuchter Freiheitsberaubung vor. Der Verteidiger des 63-Jährigen habe eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren gefordert. «Einen versuchten Mord sieht die Verteidigung nicht als gegeben an.» Der Vertreter des Nebenklägers wiederum habe sich der Staatsanwaltschaft angeschlossen.

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