Landesvorsitz im Südwesten

Grünen-Politiker aus BW wirbt um mehr Nicht-Akademiker bei Mitgliedern - „müssen vielfältiger werden“

Landtagssitzung Baden-Württemberg
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Ein Kandidat auf den grünen Landtagsvorsitz in Baden-Württemberg wirbt um mehr Nicht-Akademiker (Symbolbild).

Ein Kandidat auf den grünen Landesvorsitz in Baden-Württemberg will für die Partei mehr Menschen mit Migrationshintergrund und ohne akademische Ausbildung anwerben.

Ulm (dpa/lsw) - Grünen-Politiker Pascal Haggenmüller (33) bewirbt sich um den Landesvorsitz in Baden-Württemberg und will die Partei breiter aufstellen. «Unsere Mitgliedschaft, aber auch unser Personal müssen vielfältiger werden. Wir brauchen mehr Junge, mehr Frauen, mehr Menschen mit einem Migrationshintergrund - und mehr Menschen ohne akademischen Hintergrund», sagte er der «Südwest Presse» (Montag) in Ulm. Anspruch der Grünen sei es, die Breite und Vielfalt der Gesellschaft abzubilden. «Die Grünen dürfen sich nicht auf die Akademikerinnen und Akademiker beschränken. Wir müssen auch für Handwerkerinnen und Handwerker attraktiv werden. Sie sind es, die am Ende die Klimawende vor Ort in die Tat umsetzen müssen.»

Haggenmüller will sich im Dezember beim Parteitag mit der ehemaligen Chefin der Grünen Jugend Baden-Württemberg, Lena Schwelling, zur Wahl stellen. Die 29-Jährige hatte am Wochenende ihre Kandidatur getwittert: «Lasst uns eine neues Kapitel grüner Politik aufschlagen, gemeinsam und voller Mut und Freude!» Die aktuellen Landesparteichefs Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand treten nicht mehr an.

Dem Zeitungsbericht zufolge ist Schwelling dem Realo-Flügel der Partei zuzuordnen, Haggenmüller der Parteilinken. Die Doppel-Personalie sei zwischen den beiden zentralen Strömungen abgesprochen, eine weitere Bewerbung gelte als unwahrscheinlich.

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