Hunderte Skelette

Grabungen auf Leprafriedhof in Freiburg vor Abschluss

Grabungsarbeiten auf dem Leprafriedhof in Freiburg
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Archäologische Arbeiten auf dem Leprafriedhof in Freiburg kommen zum Ende.

Seit April 2020 wurden im Zuge von Bauarbeiten mehr als 400 menschliche Skelette auf einem Freiburger Friedhof gefunden. Jetzt stehen die Grabungsarbeiten vor dem Abschluss.

Freiburg (dpa) - Nach dem Fund Hunderter mittelalterlicher Skelette auf einem ehemaligen Leprafriedhof in Freiburg stehen die Grabungsarbeiten der Archäologen dort kurz vor dem Abschluss. Von der Auswertung der Funde erhoffen sich die Experten Erkenntnisse etwa zur Gesundheits- und Sozialgeschichte im Spätmittelalter, wie das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mitteilte. Seit April 2020 wurden im Zuge von Bauarbeiten mehr als 400 menschliche Bestattungen gefunden, kartiert und geborgen.

Darunter waren den Angaben zufolge nicht nur Leprakranke aus der Zeit von 1256 bis 1632. Neben Hinweisen auf Lepra (60 Prozent) fanden die Fachleute an den Knochen unter anderem auch Anzeichen von Syphilis, Tuberkulose, Meningitis, Rachitis und Mangelernährung. Zudem entdeckten sie die sterbliche Überreste von französischen Soldaten, die den Erkenntnissen zufolge bei der Belagerung Freiburgs 1744 während des österreichischen Erbfolgekriegs gefallen waren.

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