Drogeriekonzern aus Karlsruhe

dm-Gründer Götz Werner wurde wegen seiner „dummen Ideen“ vom Vater gefeuert - sie machen ihn zum Milliardär

Der dm-Gründer Götz Werner in einem dm-Drogeriemarkt in Karlsruhe.
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Der dm-Gründer Götz Werner in einem dm-Drogeriemarkt in Karlsruhe.
  • Marleen van de Camp
    vonMarleen van de Camp
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Dm-Gründer Götz Werner wurde mit 28 Jahren von seinem Vater aus dessen Drogerie gefeuert. Er gründete seinen eigenen Drogeriekonzern und wurde zum Milliardär.

  • dm-Gründer Götz Werner wurde mit 28 Jahren von seinem Vater aus dessen Drogerie in Heidelberg gefeuert.
  • Dem Vater missfielen die „spinnerten Ideen“ von Götz Werner. Der ging nach der Kündigung nach Karlsruhe.
  • In Karlsruhe gründete Götz Werner dm. Sein Drogeriekonzern machte ihn dank seiner „spinnerten Ideen“ zum Milliardär.

Karlsruhe/Heidelberg - Götz Werner beschreibt sich selbst als „Gründer wider Willen“. Was viele nicht wissen: Götz Werner wurde mit 28 Jahren von seinem eigenen Vater aus dessen Drogerie gefeuert, wie NTV berichtet. Ohne die Kündigung durch seinen Vater hätte Götz Werner vielleicht nie seinen Drogeriemarkt dm gegründet. 

dm-Gründer Götz Werner wurde von seinem Vater aus dessen Drogerie gefeuert

Was würde Deutschland nur tun ohne seinen beliebtesten Drogeriemarkt dm? (Wahrscheinlich bei Rossmann einkaufen, okay.) Doch glücklicherweise werden wir das nie erfahren, denn Götz Werner eröffnete am 28. August 1973 in der Herrenstraße in Karlsruhe den ersten dm-Drogeriemarkt und baute ihn bis heute zu einem Drogeriekonzern mit mehr als 3.600 Filialen in Deutschland und Europa aus. Der gelernte Drogist Götz Werner arbeitete ab 1968 bei seinem Vater in dessen Drogerie in Heidelberg. Vier Jahre später bekam Götz Werner die Kündigung von seinem eigenen Vater. Der hatte genug von den „spinnerten Ideen“ seines Sohns. 

dm-Gründer Götz Werner wurde vom verstoßenen Drogistensohn zum Milliardär

Götz Werner ging nach der Kündigung durch den Vater nach Karlsruhe. Dort machte er sich wenige Jahre später selbstständig, um seine „spinnerten Ideen“ in die Tat umzusetzen – sie machten ihn zum Milliardär. Denn diese Ideen sind es, die sein Unternehmen dm laut Kundenumfragen zum beliebtesten Drogeriemarkt in Deutschland machen – neben dem erfolgreichen Sortiment aus dmBio und Eigenmarken natürlich. Denn der dm-Gründer Götz Werner ist überzeugter Anthroposoph.

Das Zitat „Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein“ aus Goethes Faust drückt die Philosophie des Menschenfreunds Götz Werner perfekt aus. Deshalb machte er eine Abwandlung des Goethe-Zitats zum Wahlspruch für seinen Drogeriekonzern: „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein.“ Bei dm geht es um den Menschen, als Kunde, aber auch als Mitarbeiter. 

Götz Werner als Vater - seine sieben Kinder sollen selbst etwas aufbauen

Inspiriert von Dirk Rossmann machte Götz Werner dm zu einem Selbstbedienungs-Drogeriemarkt mit Discounter-Prinzip. Die dm-Filialen sind so eingerichtet, dass sich Menschen dort wohl fühlen sollen. Der Drogerie-Riese bittet seine Kunden um Produkttests und belohnt sie mit Geschenken, es gibt einen Wasserspender und eine Stillecke.

Die dm-Mitarbeiter sind der Philosophie von dm-Gründer Götz Werner entsprechend Unternehmer im Unternehmen – jeder einzelne hat eine Gewinnbeteiligung. Götz Werner selbst wurde durch seinen Drogeriekonzern zum Milliardär. Als Vater sieht er es als seine Pflicht an dafür zu sorgen, dass seine sieben Kinder eine gute Ausbildung bekommen, aber nicht ihnen Wohlstand zu garantieren. dm-Gründer und Milliardär Götz Werner vererbt sein Vermögen deshalb nicht seinen sieben Kindern. Sie sind für ihr Leben selbst verantwortlich.

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