Vermögenssteuer

„Geschäft von Heuschrecken“: FDP-Fraktionsvize attackiert SPD, Grüne und Linke

Michael Theurer spricht beim Landesparteitag der FDP Baden-Württemberg
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FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer ist gegen eine Vermögenssteuer.

Michael Theurer, FDP-Bundestagsfraktionsvize, äußerte Kritik an den Plänen von SPD, Grüne und Linke für eine Vermögenssteuer.

Stuttgart (dpa) - FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer hat SPD, Grüne und Linke für die Pläne einer Vermögenssteuer scharf attackiert. Das Vermögen der Unternehmen stecke in den Maschinen, sagte Theurer am Donnerstagabend in einer Diskussionsrunde im SWR zur Bundestagswahl. «Wer in die Substanz eingreift, der betreibt eigentlich das Geschäft von Heuschrecken.» Die Linken, die sonst Finanzheuschrecken kritisierten, würden eine Belastung schaffen, die viele Familienbetriebe zum Verkauf von Anteilen zwinge. Finanzwissenschaftler hätten zudem ausgerechnet, dass eine solche Steuer zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von sechs Prozent führe und zu möglichen Steuerausfällen in Höhe von 39 Milliarden Euro. Die FDP hingegen wolle entlasten.

Wenige Tage vor der Wahl debattierten baden-württembergische Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien im SWR aktuelle Themen. Linken-Politiker Bernd Riexinger entgegnete Theurer, dass kleine Betriebe von der Steuer gar nicht betroffen seien. Man müsse aber an die ran, die ihr Vermögen in «unverschämte Höhe» getrieben hätten. Bundestags-Unionsfraktionsvize Andreas Jung sprach sich hingegen gegen eine Vermögenssteuer aus. «Hohe Vermögen sind im Zweifel schnell von Konstanz in Kreuzlingen.» Eine solche Steuer verursache zudem viel Bürokratie, man müsse alle Vermögen erstmal taxieren.

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