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Funkamateure setzen bei Mitgliederwerbung auf Kontakt ins All

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Deutscher Amateur-Radio-Club
Ernst Steinhauser, Vorstandsmitglied des Deutschen Amateur-Radio-Clubs, kontrolliert im Technikraum einen Stecker. Steinhauser ist einer von rund 2.600 Hobbyfunkern aus Baden-Württemberg. © Felix Kästle/dpa

Wegen sinkender Mitgliederzahlen setzen die Funkamateure im Südwesten bei der Werbung neuer Technik-Fans unter anderem auf Gespräche mit der internationalen Raumstation ISS.

Weingarten (dpa/lsw) - «Mit Morsen erreicht man heute natürlich fast keine Jugendlichen mehr», sagte Ernst Steinhauser, Vorstandsmitglied im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), im oberschwäbischen Weingarten. «Aber wenn man mit der ISS kommt, dann stehen auf einmal alle da.»

Auch der Ravensburger Ortsverband habe durch ein Funkgespräch mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst Schüler im oberschwäbischen Weingarten fürs Funken begeistern können. «Da haben die Schüler gefragt, ob man von der Raumstation auch Weingarten sehen kann», sagte Steinhauser. «Das war ein Moment, den werde ich nie vergessen.»

Der DARC zählt derzeit rund 33 000 Mitglieder, was etwas mehr als der Hälfte der aktiven Funkamateure im Land entspricht. Im Südwesten hat der DARC rund 2600 Mitglieder in zwei Distrikten. Der Verband kämpft laut Steinhauser aber mit Nachwuchssorgen. «Wir sehen das ja auch in anderen Verbänden und Vereinen. Wir dürfen das nicht schönreden.»

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