Einbußen bis 40 Prozent

Frost und Pilzbefall: Winzer im Südwesten erwarten Ernteausfälle

Ein kleiner Trieb wächst aus einer im Frühjahr erfrorenen Knospe
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Winzer in Baden-Württemberg rechnen im Vergleich zu 2020 mit einer schlechteren Ernte (Symbolbild).

In Baden-Württemberg gibt es viele Weinanbaugebiete. Doch dieses Jahr dürfte die Grundlage für den endlen Tropfen schlechter sein. Winzer fürchten Ernteausfälle.

Freiburg/Weinsberg (dpa/lsw) - Winzer im Südwesten rechnen vor allem wegen Frostschäden und Pilzkrankheiten mit teilweise erheblichen Ernteausfällen. So sind in der Ortenau in Mittelbaden je nach Lage Einbußen bis 40 Prozent möglich, wie das Offenburger Landratsamt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Peter Wohlfahrth, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, sagte, es sei schwer, eine präzise Schätzung für das gesamte, sehr ausgedehnte Anbaugebiet Baden für das laufende Jahr abzugeben: «Ich denke, dass wir gegenüber 2020 einen Rückgang haben.» Im Norden des Anbaugebietes habe es kaum Frostschäden gegeben. «Im Süden gibt es - je nach Lage - frostbedingte Ausfälle von 20 bis 80 Prozent.»

Im Anbaugebiet Württemberg wird mit einem Ausfall von rund 20 Prozent gerechnet, wie der Geschäftsführer des Weinbauverbands, Hermann Morast, in Weinsberg erklärte. Auf einigen besonders betroffenen Lagen könne es Totalausfälle geben.

Baden und Württemberg sind wichtige Anbaugebiete in Deutschland. Bezogen auf die Rebfläche liegen sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hinter Rheinhessen und der Pfalz auf Platz drei beziehungsweise vier.

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