Fund gehörte Geschäftsmann

Mann findet Rucksack mit 130.000 Euro und bringt ihn zur Polizei

Beutegeld liegt im Polizeipräsidium auf einem Tisch.
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Ein Mann fand in Friedrichshafen einen Rucksack mit 130.000 Euro - er gab seinen Fund bei der Polizei ab (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Beamten der Polizei in Friedrichshafen am Bodensee staunten sicher nicht schlecht, als sie sahen, was ihnen ein Mann vor kurzem gebracht hatte - so ehrlich sind wohl nur wenige.

Friedrichshafen - Geld wächst bekanntlich weder auf Bäumen, noch liegt es einfach so auf der Straße. In Friedrichshafen (Bodenseekreis) war das jedoch wortwörtlich der Fall. Die Polizei Stuttgart und die Beamten der Polizeireviere im ganzen Bundesland sehen in ihrem Alltag wohl so einiges. Was ein Mann am Freitagmittag jedoch beim Polizeirevier der Zeppelin-Stadt abgab, kommt so bestimmt nicht allzu oft vor.

Am Freitagnachmittag gegen 13:45 Uhr war ein 32-jähriger Mann im Riedlepark in Friedrichshafen unterwegs. Dort fand er einen herrenlosen Rucksack, wie die Polizei Ravensburg am Samstag mitteilte. Was er entdeckte, als er den Rucksack öffnete, hätte er sicherlich nicht erwartet. Der Mann entschied sich, das Gepäckstück mitsamt Inhalt bei der Polizei abzugeben.

Friedrichshafen: Mann findet Rucksack mit wertvollem Inhalt - und gibt ihn bei Polizei ab

Laut Angaben der Polizei Ravensburg entdeckte der 32-Jährige, als er den Rucksack öffnete, einen größeren Geldbetrag sowie Gold und Silber. Einen solchen Fund wünscht sich vermutlich insgeheim jeder. Der Mann blieb jedoch ehrlich und brachte den Rucksack zum Polizeirevier in Friedrichshafen.

Die Beamten stellten fest, dass es sich bei dem Geldbetrag um 130.000 Euro handelte. Laut den ersten Ermittlungen gehörte der Rucksack einem Geschäftsmann aus Friedrichshafen, welcher das Gepäckstück aus Versehen hatte stehen lassen.

Der Rucksack mit samt Inhalt wurde an den Eigentümer ausgehändigt. Warum ein Geschäftsmann mit einem so hohen Geldbetrag in bar in der Stadt unterwegs war, gab die Polizei nicht bekannt. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wollte sich die Polizei Ravensburg nicht zu Details äußern, auch ob der ehrliche Finder belohnt wurde, ist nicht bekannt.

Ende Juli fand eine Frau in einem Linienbus in Reutlingen eine Tasche mit mehreren Tausend Euro. Sie beschloss, den wertvollen Fund beim Busfahrer abzugeben, der ihn an die Polizei weiterleitete. Die Frau aus Reutlingen und der 32-Jährige aus Friedrichshafen handelten jedoch nicht nur ethisch korrekt, sondern vermieden durch ihr Handeln auch eine Straftat zu begehen. Wer Geld ab einem Wert von zehn Euro findet und den Fund nicht meldet, begeht nämlich eine sogenannte Fundunterschlagung gemäß dem Paragrafen 246 des Strafgesetzbuchs, wie das Portal advocard.de schreibt.

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