Freiburg

Nach dem Bändchen jetzt der Stempel: Neuer 2G-Nachweis fürs Shoppen in der Innenstadt

Eine Frau mit Maske hält einen Stempel hoch
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Ein Stempel für den 2G-Nachweis soll in Freiburg ab dem 10. Januar den Einlass in Geschäfte erleichtern.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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In Baden-Württemberg gilt beim Shopping inzwischen 2G. In der Freiburger Innenstadt soll ein Einlass-Stempel für den Einzelhandel die Kontrollen erleichtern.  

Freiburg - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat den bisherigen Höchststand erreicht: Die Inzidenz im Südwesten nähert sich langsam aber sicher der 600er-Marke. Die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus betreffen auch den Einzelhandel. Wer in Baden-Württemberg shoppen gehen will, muss einen Genesenennachweis oder ein Impfzertifikat vorlegen können. Ungeimpfte haben somit keinen Zutritt mehr zu Geschäften des Einzelhandels.

Für die Händler ist die 2G-Regelung mit einem größeren Aufwand durch Kontrollen verbunden. Aber auch für Kunden ist das Vorzeigen der Nachweise in jedem einzelnen Geschäft oftmals lästig. Die Stadt Freiburg hat sich daher ein Konzept ausgedacht: Kunden mit nachgewiesenem Impf- oder Genesenenstatus bekommen ab Donnerstag (20. Januar) einen Stempel aufgedrückt. Dieser löst das bisherige Bändchen-Konzept der Stadt ab.

Freiburg: Stempel lösen 2G-Bändchen-Konzept in der Innenstadt ab

Personen mit Stempel können anschließend einen Tag lang in den teilnehmenden Geschäften einkaufen, ohne ihren Impfnachweis nochmals vorzeigen zu müssen, berichtet die Badische Zeitung. Im Zeitraum vom 18. bis 31. Dezember 2021 hatte die Stadt in Baden-Württemberg ein ähnliches Konzept getestet. Damals waren anstatt Stempeln Armbändchen ausgehändigt worden. Auch im Europapark waren verschieden farbige Armbänder an Geimpfte und Getestete verteilt worden. Doch nach heftiger Kritik schaffte der Freizeitpark sie im Sommer 2021 wieder ab.

In Freiburg wurde die Stempel-Aktion von der Händlergemeinschaft z’ Friburg und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) initiiert. Bisher haben sich bereits 65 in der Innenstadt ansässige Geschäfte und Läden gelistet, an der Stempel-Regelung teilnehmen zu wollen (Stand: 17. Januar).

Schon bei der Testung der Bändchen stellte die Stadt Freiburg rasch einen Erfolg fest. Mithilfe der Armbändchen war auf schnellen Blick erkennbar, wer schon kontrolliert wurde. Somit gingen die Kontrollen schneller vonstatten und Kunden hatten geringere Wartezeiten beim Einlass in die Geschäfte. Immer mehr Städte und Gemeinden im Südwesten setzen inzwischen auf Bändchen und Stempel als 2G-Nachweis im Einzelhandel

Stempel als 2G-Nachweis haben einen Nachteil: Sie sind nicht völlig fälschungssicher

Die im Dezember verwendeten Einlass-Bändchen in Freiburg hatten jeden Tag eine andere Farbe. Bei den Stempeln sollen Farbe und Motiv vorerst jeden Tag gleich bleiben. „Da vorgesehen ist, dass der Stempel auf dem Handrücken angebracht wird, wird sich dieser zeitnah wieder abwaschen“, sagte René Derjung, Pressesprecher der FWTM, der Badischen Zeitung.

Völlig fälschungssicher sind die Stempel allerdings nicht. Die Händler werden von den Organisatoren daher angehalten, sich die Motive ganz genau anzusehen.

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