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Frau wollte Lebensgefährten über längere Zeit vergiften

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Blaulicht Polizei Hamburg.
Der 75-Jährige hatte sich nach Polizeiangaben nicht wohl gefühlt und seinen Hausarzt aufgesucht. (Symbolfoto) © dpa/Friso Gentsch

Ein Mann in Emmendingen soll über längere Zeit von seiner Partnerin lebensgefährliche Medikamente oder auch Gift verabreicht bekommen haben, ohne es zu wissen.

Emmendingen (dpa/lsw) - Erst eine Untersuchung beim Arzt habe einen Verdacht aufkommen lassen. Gegen die 57-Jährige wird nun wegen des Verdachts auf versuchten Mord ermittelt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Sie soll einen Blutgerinnungshemmer genutzt haben. In der gemeinsamen Wohnung des Paares seien zahlreiche Beweismittel gefunden worden, die den Verdacht gegen die Lebensgefährtin erhärteten.

Der 75-Jährige hatte sich nach Polizeiangaben nicht wohl gefühlt und seinen Hausarzt aufgesucht. Der Mediziner schickte den Mann nach dem ersten Blick auf die Blutergebnisse direkt in eine Klinik, weil der Senior kaum noch Blutgerinnungswerte aufwies. Im Freiburger Uni-Klinikum habe der Mann nach einer spontanen Einblutung nur durch eine Not-Operation gerettet werden können.

„Aufgrund der Befunde musste eine längerfristige Verabreichung von Medikamenten oder Gift in Betracht gezogen werden“, teilte die Polizei mit. Gegen die Lebensgefährtin wurde Haftbefehl erlassen.

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