Zweifel an Schuldfähigkeit

Frau erstochen - Mordprozess nach Bluttat in Backnang beginnt

Justitia-Statue in Frankfurt (Symbolbild)
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Ein 29-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten, weil er seine Frau ermordet haben soll.

Aus Ärger soll ein 29-Jähriger seine Frau mit einem großen Messer erstochen haben. Nach einem Autounfall fiel er der Polizei eher zufällig in die Hände. Wusste er, was er tat?

Backnang (dpa/lsw) - Weil er seine Frau mit einem großen Messer erstochen haben soll, muss sich ein 29-Jähriger am Freitag (9.15 Uhr) vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Er habe aus Wut fünf Mal auf sein vier Jahre jüngeres Opfer eingestochen, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Die Polizei hatte den Angeklagten aufgegriffen, als er nach einem Autounfall auf einer Landstraße zu Fuß flüchtete. Nach einer Andeutung des Mannes auf seine tote Frau entdeckten Polizisten die Leiche in der gemeinsamen Wohnung in Backnang (Rems-Murr-Kreis). Der Mann sei verärgert gewesen, weil ihn die 25-Jährige wegen falscher Personalien bei der Polizei angezeigt habe, hieß es bei der Staatsanwaltschaft zum möglichen Motiv. Die Anklage lautet auf Mord, nicht auf Totschlag.

Seit Mai ist der Türke in Untersuchungshaft. Für das Verfahren sind bislang neun Fortsetzungstermine angesetzt. Unter anderem soll ein Gutachten erstellt worden sein, weil es laut Staatsanwaltschaft Zweifel an der vollen Schuldfähigkeit des Angeklagten gab.

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