Sechs Jahre Bauzeit geplant

Umstrittenes Milliardenprojekt: Neue Bahnverbindung zwischen Frankfurt und Mannheim

Ein Zug fährt durch eine bewaldete Landschaft.
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Eine neue Bahnverbindung zwischen Frankfurt und Mannheim soll den Fernverkehr stärken. (Symbolbild)
  • Sina Alonso Garcia
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Zwischen Frankfurt und Mannheim ist eine neue Bahnstrecke für ICEs geplant. Dank der neuen Trasse soll es künftig 100 neue Fernverkehrs-Verbindungen geben.

Mannheim/Frankfurt - Die Deutsche Bahn (DB) plant den Neubau einer ICE-Trasse zwischen Frankfurt und Mannheim. Ähnlich wie das Megaprojekt Stuttgart 21 ist das Bauvorhaben umstritten. Ein Knackpunkt ist der Schallschutz für Anwohner an der neuen Strecke. Tut sich hier womöglich eine neue Bürgerbewegung, ähnlich der Proteste gegen Stuttgart 21, auf? Betroffene Kommunen schlagen bereits Alarm. Umstritten war bislang auch der genaue Verlauf der Neubaustrecke.

Ziel des Bahnprojekts ist es, die Rhein-Neckar-und die Rhein-Main-Region noch besser miteinander zu verbinden. Nach Angaben der Bahn seien die bisherigen Strecken schon jetzt vollständig ausgelastet. Das Gebiet zwischen Frankfurt und Mannheim zähle zu den Regionen mit dem höchsten Zugaufkommen in Deutschland. „Es geht aber auch um eine bessere Anbindung an andere Schnellbahnstrecken, etwa Frankfurt-Köln oder Stuttgart-Mannheim“, erklärte die Bahn gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

ICE-Strecke Frankfurt-Mannheim: Der Fernverkehr wird schneller

Dank der neuen Strecke soll es künftig 100 zusätzliche Fernverkehrs-Verbindungen geben - und damit doppelt so viele wie bisher. Tagsüber werden Personenzüge darauf fahren, nachts Güterzüge. Für die neue, zweigleisige Trasse ist eine Länge von rund 60 Kilometern vorgesehen. ICE-Züge, die hier unterwegs sein werden, können Geschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern erreichen.

Bisher brauchten ICE-Züge für die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim knapp 40 Minuten. Nach Fertigstellung der Strecke soll die Fahrzeit nur noch 29 Minuten betragen. Aber auch die Fahrtzeiten für Reisende etwa zwischen Köln, Frankfurt und der Landeshauptstadt Stuttgart sollen durch das Projekt insgesamt kürzer werden.

Startschuss für die neue Bahnstrecke gegen 2025

Starten könnte das Bauprojekt gegen 2025. Schätzungen zufolge dürfte mindestens fünf bis sechs Jahre gebaut werden. Wieviel das Bauvorhaben kostet, steht noch nicht fest. Klar ist jedoch, dass es sich wie bei Stuttgart 21 um eine Milliardensumme vom Bund handelt.

Die Deutsche Bahn hat versucht, auf die Sorgen und Wünsche der Kommunen entlang der potenziellen Strecke einzugehen, wie der SWR berichtete. In Form eines Beteiligungsforums durften Bedenken vorgebracht werden. Jetzt versichert die Bahn, die bevorzugte Trassenvariante schütze die Anwohner bestmöglich vor Lärm.

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