Charlottenhöhle in Giengen

Forscher stoßen in drei Millionen Jahre alter Höhle auf unbekannte Kammer - ihr Inhalt ist außergewöhnlich

Menschen gehen in Charlottenhöhle
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In der Charlottenhöhle entdeckten Forscher eine neue Kammer.
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
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Die Charlottenhöhle auf der Schwäbischen Alb lockt mit ihren Kammern voller Tropfsteine jährlich tausende Besucher an. Nach langen Grabungen entdeckten Forscher jetzt eine geheimnisvolle Kammer.

  • Die Charlottenhöhle auf der Schwäbischen Alb ist um die drei Millionen Jahre alt und bekannt für ihre eindrucksvollen Tropfsteine.
  • Forscher fanden jetzt nach jahrelangen Grabungen eine bislang unbekannte Kammer mit beeindruckendem Inhalt.
  • Auch dort befindet sich eine Vielzahl von eindrucksvollen Stalagmiten und Stalaktiten.

Giengen an der Brenz - Die Charlottenhöhle in Giengen an der Brenz ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien im Kreis Heidenheim auf der Schwäbischen Alb. Es handelt sich dabei um eine Tropfsteinhöhle, die zwischen zwei- und drei Millionen Jahre alt sein soll. In einem Zeitraum von vielen tausend Jahren entwickelten sich dort eine Vielzahl von beeindruckenden Stalagmiten und Stalaktiten, die sich Besucher heute ansehen können.

Eine der ersten Besucherinnen war die letzte Königin von Württemberg Charlotte, welche die die Schauhöhle 1893 bestaunte und Namensgeberin für sie ist. Heute zählt die Charlottenhöhle als eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands, die bis zu 587 Meter tief reicht. Jetzt machten Forscher jedoch eine spannende Entdeckung.

Charlottenhöhle auf der Schwäbischen Alb: Forscher machen eindrucksvolle Entdeckung

Wissenschaftler vermuteten bereits 2016, dass sich im Inneren der Charlottenhöhle noch weitere geheime Gänge und Kammern befinden müssen. Seitdem wurde von einem ehrenamtlichen Forscherteam immer tiefer gegraben. Dann im September des vergangenen Jahres: der Durchbruch.

Während der mühsamen Arbeiten stießen sie auf einen neuen begehbaren Abschnitt, der etwa 30 Meter lang sein soll. Auch dort hängen beachtliche Stalaktiten von der Höhlendecke herab, während Stalagmiten vom Boden emporwachsen. Wie die Heidenheimer Zeitung berichtet, gehen die Forscher davon aus, dass sich am Ende der Gangs hinter einem Steinschlag noch eine weitere unterirdische Kammer befinden soll.

Aus Stalaktiten und Stalagmiten entwickeln sich über Jahrtausende oft bizarre Tropfsteingebilde. Grund dafür ist abgesetztes Kalk aus versickertem Wasser, das durch die Spalten einer Höhle dringt. Wenn sich ein Stalaktit und ein Stalagmit miteinander verbinden, nennt man den Tropfstein übrigens Stalagnat.

Schwäbische Alb: Forscher entdecken in Charlottenhöhle eine geheime Kammer

Erst kürzlich machte eine Forscherin aus Stuttgart ebenfalls auf der Schwäbischen Alb eine aufsehenerregende Entdeckung. Nachdem sie den Schädelknochen eines Fischsauriers genauer untersucht hatten, fanden sie heraus, dass es sich dabei um eine bislang völlig unbekannt Art handelt. Einen weiteren Sensationsfund in Baden-Württemberg machte im Juli ein Mann in seinem Garten. Dabei handelte es sich um etwas Außerirdisches.

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