Corona-Pandemie

FDP-Chef Lindner: Omikron-Welle erfordert keinen Lockdown

Bundesfinanzminister Lindner
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Christian Lindner hält einen Lockdown aufgrund der Omikron-Welle für unnötig.

Die Omikron-Variante breitet sich rasant in Deutschland aus. Grund für einen Lockdown sieht FDP-Chef Christian Lindner deshalb aber nicht.

Berlin/Stuttgart (dpa) - Trotz der wachsenden Omikron-Welle soll es nach den Worten von Bundesfinanzminister Christian Lindner keinen neuen Corona-Lockdown in Deutschland geben. «Wir wollen auch künftig flächendeckende und pauschale Schließungen vermeiden», sagte der FDP-Vorsitzende den Tageszeitungen «Stuttgarter Zeitung», «Stuttgarter Nachrichten» und den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Mittwoch).

Die Virusvariante Omikron sei zwar eine Herausforderung. «Unser Ziel bleibt dennoch, das gesellschaftliche Leben soweit es geht zu erhalten und soziale Schäden soweit es geht zu vermeiden», sagte der FDP-Chef vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Freitag. Stattdessen solle das Gesundheitssystem in die Lage versetzt werden, bei künftigen Wellen die gesamte Bevölkerung binnen eines Monats impfen zu können.

Lindner verteidigte die Politik seiner Partei in der Corona-Pandemie. Man habe die vierte Welle mit «maßvollen Kontaktbeschränkungen und der erfolgreichsten Boosterkampagne Europas» bewältigt, sagte er den Blättern. «Als Vorsitzender einer liberalen Partei muss ich aushalten, dass wir kritisiert werden, wenn wir den freiheitlichen Bürgerrechten besonderes Gewicht einräumen.»

Nach Angaben der zuständigen Landesbehörden ist Omikron inzwischen in mehreren Bundesländern wie Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, und Niedersachsen die vorherrschende Virusvariante. Regional werden Corona-Auflagen teils schon verschärft

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