Versuchter Totschlag

Fast eigene Mutter erschlagen: 50-Jähriger muss in Maßregelvollzug

Mitarbeiter eines Zentrums für Psychiatrie gehen über den Flur.
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Weil er im Wahn fast seine eigene Mutter erschlagen hat, soll ein 50-jähriger Trossinger dauerhaft in den Maßregelvollzug.

Ein 50-Jähriger aus Trossingen hat im Wahn fast seine Mutter getötet. Nun verurteilte das Landgericht Rottweil ihn zu einer Freiheitsstrafe sowie einer zeitlich unbefristeten Unterbringung in der Psychiatrie.

Rottweil (dpa/lsw) - Weil er im Wahn fast seine eigene Mutter erschlagen hat, soll ein 50-Jähriger aus Trossingen dauerhaft im Maßregelvollzug, also in einer psychiatrischen Klinik, untergebracht werden. Das Landgericht Rottweil verurteilte den Mann wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten und ordnete zudem eine zeitlich unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie an. Als Grund nannte das Gericht, der 50-Jährige habe psychische Störungen und sei gemeingefährlich. Es seien weitere schwerwiegende Taten von ihm zu erwarten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im August seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung schwer verletzt hat, nachdem sie ihm vorgehalten hatte, dass er so spät betrunken nach Hause komme. Es sei nur den alarmierten Polizeibeamten zu verdanken, dass die Frau den Angriff überlebt habe. Der Angeklagte ist schon seit etwa einem halben Jahr im Zentrum für Psychiatrie Reichenau (Kreis Konstanz) untergebracht.

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