Villingen-Schwenningen

Fallschirm öffnet nicht richtig: 19-Jähriger stürzt aus 3.000 Metern Höhe - und überlebt

  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
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Bei Villingen-Schwenningen sprang ein Fallschirmspringer aus einem Flugzeug, doch sein Schirm öffnete sich nicht vollständig. Der junge Mann prallte mit hoher Geschwindigkeit auf ein Feld, überlebte den Absturz aber.

  • Ein Fallschirmspringer ist bei Villingen-Schwenningen fast ungebremst Richtung Boden gestürzt.
  • Der Schirm des 19-Jährigen hatte sich beim Sprung aus 3.000 Metern nicht richtig geöffnet.
  • Trotz deutlich zu hoher Geschwindigkeit überlebte der Mann und konnte in ein Krankenhaus gebracht werden.

Villingen-Schwenningen - Dem Traum vom Fliegen so nahe kommen wie möglich - für viele Extremsportler ist das der Reiz, wenn sie sich nur mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug stürzen oder mit einem motorisierten Drachenflieger starten. Die Risiken dabei sind eigentlich überschaubar, weil die Technik immer ausgefeilter wird und Sicherheit bietet.

Wenn allerdings bei Extremsportarten etwas schief läuft, endet ein Unfall meist fatal - für viele die Horrorvorstellung, die sie von solchen Sportarten fernhält. Anfang Juni endete ein Rundflug mit einem Flugdrachen bei Tuttlingen tragisch. Der 51-jährige Pilot kam dabei ums Leben, Zeugen hatten beobachtet, dass der Motor seines Fluggeräts gequalmt hatte. Ein 19-Jähriger hatte bei Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis dagegen mehr Glück. Er sprang aus 3.000 Metern Höhe, doch sein Fallschirm öffnete sich nicht richtig. Trotzdem überlebte der Mann den fast ungebremsten Sturz.

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19-Jähriger Fallschirmspringer überlebt fast ungebremsten Sturz aus 3000 Metern Höhe

Wäre der Fallschirm des 19-Jährigen nicht aufgegangen, wäre der Mann jetzt wahrscheinlich tot. Doch weil sich der Schirm beim Sprung aus 3.000 Metern immerhin teilweise öffnete, trat zumindest eine geringe Bremswirkung ein. Trotzdem schlug der Fallschirmspringer mit viel zu hoher Geschwindigkeit auf ein Feld in Weigheim bei Villingen-Schwenningen.

Beim Aufprall brach sich der Fallschirmspringer ein Bein. Eine Zeugin vor Ort kontaktierte den Rettungsdienst. Als dieser eintraf, war der 19-Jährige aber ansprechbar und wurde daraufhin in eine Klinik gebracht. Die Ursache, weshalb sich der Schirm nicht richtig öffnete, beweist einmal mehr, dass selten das Material an solchen Unfällen Schuld ist. Der Mann hatte seinen Fallschirm vor dem Sprung wohl nicht richtig gepackt, was dazu führen kann, dass er sich beim Ziehen der Reißleine nicht richtig öffnet.

Aber nicht nur Fallschirmspringen oder Drachenfliegen kann gefährlich sein. Es gibt auch andere Sportarten, bei denen sich Menschen regelmäßig selbst in bedrohliche Situationen bringen - selbst beim Wandern. Das hat häufig mit Selbstüberschätzung zu tun. Rettungskräfte in Baden-Württemberg prangern diesen fatalen Leichtsinn deshalb an.

Rubriklistenbild: © znd

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