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Expertin kritisiert Religionsunterricht für Muslime

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Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Religionsunterricht für muslimische Schüler in Baden-Württemberg sei laut einer Expertin momentan nicht durchführbar, da es an Partnern fehle.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Islamexpertin Susanne Schröter hat den Religionsunterricht für muslimische Schüler in Baden-Württemberg kritisiert. «Momentan fehlt es an Partnern, mit denen ein bekenntnisorientierter Islamunterricht durchgeführt werden könnte», sagte Schröter der «Stuttgarter Zeitung» am Montag. «Organisationen des politischen Islam über den Religionsunterricht Zugriff auf Schüler in staatlichen Schulen zu ermöglichen, halte ich für fatal. Daher lässt sich nur ein Islamkundeunterricht rechtfertigen.»

Die Schwierigkeiten in der Praxis liegen laut Schröter darin, dass der Islam keine Kirche herausgebildet hat und so ein entsprechender Partner auf islamischer Seite fehlt. «Man behilft sich mit islamischen Vereinen, die jedoch nur eine Minderheit der Muslime in Deutschland vertreten.»

Aktuell erhalten in Baden-Württemberg 6000 muslimische Kinder und Jugendliche an staatlichen Schulen islamischen Religionsunterricht.

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