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Experten erwarten bis Herbst keinen nennenswerten Grundwasseranstieg

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Filderstadt: Dunkle Wolken ziehen über ein Feld mit jungen Pflanzen. Im Boden sind aufgrund der Trockenheit in den letzten Wochen Risse
Die Grundwasserverhältnisse sind im Südwesten derzeit unterdurchschnittlich. Experten rechnen bis Herbst mit keinem nennenswerten Anstieg mehr (Symbolbild). © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

Bis zum Herbst werden sich in Baden-Württemberg wohl keine nennenswerten Grundwasservorräte bilden können. Grund ist die anhaltende Trockenheit.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) rechnet damit, dass sich bis zum Herbst keine Grundwasservorräte in nennenswertem Umfang neu bilden. Die Stände dürften im Gegenteil eher weiter sinken, heißt es im aktuellen Bericht über die Grundwasserstände und Quellschüttungen im Südwesten, der am Montag in Karlsruhe veröffentlicht wurde. Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung seien momentan jedoch nicht absehbar.

Anfang Juli überwiegen demnach im Südwesten unterdurchschnittliche Grundwasserverhältnisse. «Aufgrund der aktuellen Randbedingungen sollte von weiteren Rückgängen in den kommenden Wochen ausgegangen werden», erklärten die Fachleute der LUBW.

Zwar seien die Niederschläge im Juni überdurchschnittlich gewesen. Sie hätten aber keine nennenswerte Neubildung bewirkt - sondern seien oberirdisch abgeflossen und verdunstet oder wurden von Pflanzen verbraucht. Die Bodenfeuchte habe sich in den vergangenen Wochen zeitweilig leicht erholt, sei im Monatsmittel jedoch deutlich rückläufig gewesen, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Grundwasserverhältnisse bewegten sich den Angaben zufolge Ende Juni auf unterdurchschnittlichem Niveau, oft an der Untergrenze des Normalbereichs und zeitweilig darunter. «Im Jahresvergleich sind die Grundwasservorräte niedriger als im Juni 2021.» Auf einer LUBW-Karte der Messstellen war nur in Tannheim (Landkreis Biberach) von einer ansteigenden Tendenz bei den Grundwasservorräten die Rede.

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